Sport : Polizei kesselt 120 Hooligans ein

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Am Mittwoch ist es in Dortmund vor dem Spiel Deutschland gegen Polen erstmals bei dieser WM zu leichten Ausschreitungen von Hooligans gekommen. Unmittelbar vor dem Anpfiff hatte die Polizei die Lage nach eigenen Angaben aber wieder unter Kontrolle. Die Einsatzkräfte hatten etwa 120 als gewalttätig bekannte deutsche Hooligans eingekesselt. Als sie abtransportiert werden sollten, warfen sie Flaschen und Stühle und sprengten den Kessel. Einige Dutzend von ihnen entkamen und wurden verfolgt. Auch während des Spiels kam es noch zu vereinzelten Auseinandersetzungen in der Innenstadt, insgesamt wurden rund 300 Fans festgesetzt.

Mehrere Menschen erlitten durch die Wurfgeschosse Platzwunden. Der nahe gelegene Friedensplatz, auf dem tausende Fans das Spiel auf einer Großbildleinwand verfolgen konnten, wurde von der Polizei wegen Überfüllung gesperrt.

Zuvor hatte die Polizei im Lauf des Tages 60 polnische Fans festgesetzt und einem Briten und einem Polen am Flughafen die Einreise verweigert. Die polnischen Fans seien in Gewahrsam genommen worden, um Gefahren abzuwehren, teilte die Polizei mit. Sie hatten Waffen dabei oder standen im Verdacht, der Hooligan-Szene anzugehören.

Allein aus der Dortmunder Innenstadt wurden 30 Fans in eine Gefangenensammelstelle gebracht. Am Flughafen wurden der Brite und der Pole, die aus London ankamen, sofort zurückgeschickt. Ihre Namen standen auf der Liste gewaltbereiter Hooligans.

In sgesamt waren nach Schätzungen mehrere zehntausend Polen nach Dortmund gereist, um das Spiel im Stadion oder auf Public-Viewing- Plätzen zu verfolgen. Schon am Mittag zogen friedliche Fans beider Lager durch die Stadt. Trotz der zumeist lockeren Stimmung war die Polizeipräsenz am Stadion und in der Innenstadt unübersehbar. dpa

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