Sport : Positiver Dopingbefund bei Hondo

Radprofi vom Team Gerolsteiner suspendiert

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Berlin – Der deutsche Radprofi Danilo Hondo ist von seinem Rennstall Team Gerolsteiner wegen zwei positiver Dopingproben suspendiert worden. Das Team Gerolsteiner teilte mit, dass Hondo bei der MurciaRundfahrt Anfang März in Spanien dreimal getestet wurde. Nachdem ein Test auf der ersten Etappe noch negativ ausfiel, sei Hondo bei den beiden folgenden Etappen eine stimulierende Substanz nachgewiesen worden. Noch ist nicht bekannt, um welche Substanz es sich genau handelt.

Bisher sind nur die Ergebnisse der A-Proben öffentlich. Hondo gilt daher zunächst als verdächtig und noch nicht als überführt. Die unverzügliche Suspendierung erfolgte auf der Grundlage der bestehenden Verträge mit Hondo. Hans-Michael Holczer, der Teammanager von Gerolsteiner, erklärte: „Entsprechend unserer grundsätzlichen Haltung zum Thema Doping haben wir Danilo Hondo sofort suspendiert. Die Ursache beziehungsweise das Zustandekommen der positiven Proben werden im Moment intensiv untersucht.“ Weitere Angaben werde er erst nach Bekanntgabe der B-Probe machen, erklärte Holczer.

Hondo fuhr viele Jahre lang im Schatten von Erik Zabel beim Team Telekom. Anfang 2004 wechselte Hondo dann zum deutschen Konkurrenten Gerolsteiner. Danilo Hondo gewann bei der Murcia-Rundfahrt die ersten beiden Etappen, bei der dritten und fünften Etappe der Rundfahrt belegte er den zweiten Platz. Für Furore sorgte er zuletzt vor zwei Wochen beim Frühjahrsklassiker Mailand – San Remo. Dort wurde er hinter dem Italiener Alessandro Petacchi Zweiter. Zu dem positiven Befund sagte er: „Das Ergebnis der Proben muss ich zunächst als Fakt ansehen, auch wenn ich wie vor den Kopf geschlagen bin.“ Er wolle nun versuchen, das Zustandekommen dieses Ergebnisses wissenschaftlich zu ergründen.

Erschrocken reagierte auch Olaf Ludwig, der künftige Teamchef des Teams T-Mobile: „Wenn Danilo schuldig gesprochen wird, ist das mit Sicherheit ein großer Imageschaden für den deutschen Radsport, den wir alle verkraften müssen, da kann von Konkurrenzdenken keine Rede sein.“ Tsp

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