Sport : Pränatale Vereinsplanung

Norbert Thomma hat jede Menge Trost für Hertha BSC

Norbert Thomma

Neulich meldete sich eine werdende Mutter bei Uli Hoeneß, dem Manager der Bayern. Sie sei im vierten Monat schwanger, sagte die Frau, und die Untersuchung per Ultraschall habe ergeben: Es wird ein Junge! Ferner sei ihr Mann, der Erzeuger, im übrigen ein HSV-Fan, aber das tue nichts zur Sache, sie sei sich sicher, es handele sich bei diesem Kind um einen begnadeten Linksfuß mit aggressivem Drang nach Außen, das sei auf den Fotos der Gynäkologin deutlich zu sehen. Hoeneß, so die Frau in das skeptische Gesicht des Managers, sei wohl überzeugt, dass Bayern momentan durch Lahm, Jansen, Ze Roberto und Schweinsteiger an linken Füßen bestens gerüstet wäre – doch man möge bitte an die Saison 2026/27 denken! Kurzum, die Familie biete an, den Filius jetzt schon mal durch einen Ausbildungsvertrag plus Handgeld für die Eltern an den Verein zu binden. Man einigte sich dann darauf, die Frau würde erstmal Ultraschallvideos erstellen lassen, die die Bayern in der Datenbank „Pränatale Trainingssteuerung“ analysieren lassen könnten.

Klingt verrückt?

Nun ja, am Mittwoch holten die Bayern einen 13 Jahre alten Peruaner nach München, Pier Larrauri Corroy. Und am selben Tag gab Manchester United die Verpflichtung des neun Jahre jungen Rhain Davis bekannt; sein Bewerbungsvideo ist bei www.youtube.com zu sehen.

Was das lehrt? Eigentlich nur, dass es bei Hertha BSC keinen Grund zur Sorge gibt. Man verliert im Moment nur einige 18-jährige Fußball-Veteranen.

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