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Pre-Play-offs in der DEL : Eisbären verlieren Spiel zwei in Ingolstadt

Eigentlich wollten die Eisbären am Mittwoch die Qualifikation für das DEL-Viertelfinale klar machen, aber die Entscheidung in der Pre-Play-off-Serie gegen den ERC Ingolstadt ist nach einer 1:4-Niederlage auf Freitag vertagt.

Robert Senner
Kein guter Tag in Ingolstadt für die Eisbären und Torwart Rob Zepp.
Kein guter Tag in Ingolstadt für die Eisbären und Torwart Rob Zepp.Foto: Imago

Es dauerte eine gute Viertelstunde bis zum ersten Mal Play-off-Atmosphäre in der Ingolstädter Arena einkehrte, dann jedoch mit voller Wucht. Beide Teams belagerten sich bis dahin nahezu an den jeweiligen Grenzen der blauen Linien, die neutrale Zone war dadurch stark umkämpft - genau wie der Puck in den Zonen hinter den jeweiligen Torhütern Rob Zepp und Timo Pielmeier. Letzterer, erst jüngst zum DEL-Neuling des Jahres gewählt, hatte dann auch die erste zwingende Chance der Partie abzuwehren, als er einen Schuss von Andre Rankel entschärfte (12.).

Wie aus heiterem Himmel hievte Mads Christensen mit seinem Treffer zum 1:0, einem trockenen Schuss in den kurzen Winkel, Spieler und Zuschauer in die so heiß ersehnte Play-off -Stimmung. Auch für Ingolstadt war dies der initiale Weckruf. Binnen 32 Sekunden drehte der ERC die Partie zu seinen Gunsten. Erst hat Rob Zepp bei einem Nachschuss des slowenischen Nationalspielers Ziga Jeglic keinerlei Abwehrmöglichkeit und dann legt ihm John Laliberte nur 32 Sekunden später mit einem sogenannten Bauerntrick gleich noch einen Treffer über die Linie.

Das 1:3 fiel zu einem weiteren psychologisch ungünstiges Zeitpunkt. Gerade einmal 30 Sekunden nach Wiederbeginn hämmerte Michel Periard den Puck mit dem zweiten Nachschuss über die Linie des Berliner Tores. Danach behielten die Berliner zunächst ihre Ordnung und spielten konzentriert ihr System weiter, allerdings zeigten die Gastgeber eine starke kämpferische Leistung und verteidigten mit Mann und Maus. Selbst sechs Minuten Überzahlspiel konnten die Eisbären im zweiten Drittel nicht nutzen, was jedoch auch am starken Keeper des ERC Ingolstadt lag, der fortan alles abwehrte, was ihm seine Vorderleute übrig ließen.

Im Schlussabschnitt wurden die Eisbären zusehends offensiver, allerdings hatten sich die Gastgeber mittlerweile bestens darauf eingestellt und lauerten aus einer stabilen Defensive auf Konter. Eisbärentrainer Jeff Tomlinson nahm 100 Sekunden vor dem Ende noch seinen Keeper vom Eis, allerdings fanden die Gäste auch mit sechs Feldspielern kein Mittel, um die Hintermannschaft der Oberbayern zu überwinden. Den Schlusspunkt setzte Travis Turnbull, der wenige Sekunden vor dem Ende das 4:1 ins leere Tor erzielte. Die erste Niederlage der Eisbären gegen den ERC Ingolstadt in dieser Spielzeit war jedoch vorher schon besiegelt. Damit kommt es nun am Freitag zum Alles-oder-Nichts-Spiel um den Einzug ins Viertelfinale.

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