Sport : Premiere für die Eisbären

Die Berliner verlieren erstmals in dieser Saison – 2:4 in Nürnberg

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Nürnberg (Tsp). Die Serie der Eisbären war imposant. Trotz vieler Ausfälle hatten sich die Berliner an den ersten vier Spieltagen der Deutschen EishockeyLiga (DEL) keine Blöße gegeben und mit vier Siegen die Tabellenführung erobert. Gestern allerdings fand diese Serie in der Arena von Nürnberg ein Ende, die Berliner unterlagen den Ice Tigers 2:4 (1:1, 1:2, 0:1). Die Franken lösten damit die Berliner als Tabellenführer ab.

Es war ein durchaus ansehnliches, von beiden Seiten recht offensiv geführtes Spiel. Den besseren Start erwischten die Eisbären: Schon nach vier Minuten jubelte Nils Antons – als Einziger. Kaum einer seiner Mitspieler hatte so recht mitbekommen, dass der Puck am Schoner von Nürnbergs Torwart Fredric Chabot vorbei ins Tor geschliddert war. Im Fallen hatte Antons die Scheibe Richtung Tor bugsiert, der Nürnberger Petr Fical dabei den Puck unabsichtlich am eigenen Torwart vorbei gestochert. Da es beim Eishockey keine Eigentore gibt, durfte sich der gebürtige Düsseldorfer Antons über seinen ersten Saisontreffer und sein erstes Tor in der DEL freuen.

Nach der glücklichen Führung bestimmten die Eisbären das Spiel. Allerdings verhalfen sie mit einigen Undiszipliniertheiten den Nürnbergern auf die Sprünge. Das Überzahlspiel der Franken lief gestern blendend und war auch erfolgreich: Jürgen Rumrich belegte dies mit seinem Treffer zum 1:1. Nürnberg wurde stärker. Das zweite Drittel hatte gerade begonnen, da waren die Ice Tigers wieder im Powerplay erfolgreich. Diesmal war Greg Leeb der Torschütze. Und es kam noch bitterer für die Eisbären. Josef Menauer überwand Rich Parent mit einem harmlos erscheinenden Rückhandschuss – der Puck flatterte an Parent vorbei, und es stand 3:1 für Nürnberg. Dem ersten DEL-Tor des 20-jährigen Menauers folgte allerdings – und dies war aus Sicht der Eisbären erfreulich – die dritte Premiere am gestrigen Abend: Nach Antons und Menauers schoss auch Dennis Pederson sein erstes Tor in der DEL. Der Berliner Anschlusstreffer fiel im Powerplay, Rob Leask hatte den Treffer des Kanadiers Pederson sehenswert vorbereitet.

Den Schlusspunkt in einem ausgeglichenen letzten Abschnitt setzte allerdings Thomas Greilinger. Der ehemalige Nationalspieler überwand Parent nach einem Konter, und das Spiel war entschieden. Da half es auch nicht, dass die Berliner fast drei Minuten vor Schluss Torwart Parent zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahmen.

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