Presseschau zum Bayern-Sieg in Manchester : "Guardiola ist wie ein Magier"

Die britische Presse überschlägt sich nach dem 3:1 der Bayern in Manchester mit Lob für die Münchner. Die „beste Mannschaft Europas“ habe City eine noch nie erlebte „Tortur“ beschert. Pep Guardiola werden gar magische Kräfte zugesprochen.

Julian Graeber
Bayern-Trainer Pep Guardiola wird von der englischen Presse zum Zauberer erklärt.
Bayern-Trainer Pep Guardiola wird von der englischen Presse zum Zauberer erklärt.Foto: dpa

Nach dem 3:1-Sieg des FC Bayern München im Champions League-Gruppenspiel in Manchester herrscht auf der Insel eine Mischung aus Bewunderung und Fassungslosigkeit. Der „Guardian“ spricht von einer im eigenen Stadion noch nie erlebten „Tortur“ für Manchester City und bewundert die „außergewöhnliche Stärke“ der Münchner: „Welch eine Mannschaft hat Guardiola von Jupp Heynckes übernommen und was für einen weiten Weg hat City noch vor sich, um sich auf Augenhöhe zu befinden.

An einem anderen Tag hätte Bayern schon mit sechs Toren führen können, bevor sie ihre besten Spieler vom Platz nahmen und sich ein Hauch Mitleid in ihr Spiel einschlich. Es gab genug Beweise dafür, dass Guardiola die beste Mannschaft Europas hat.“

Eine „Lehrstunde“ in Hochgeschwindigkeitsfußball

Der „Daily Telegraph“ will eine „Lehrstunde“ für City gesehen haben und zeigt Bewunderung für Guardiolas „Streben nach Perfektion“: „Bayern gibt Citys Träume von europäischem Ruhm der Lächerlichkeit preis. Das war Hochgeschwindigkeitsfußball vom Titelverteidiger, der nach dem Champions League-Sieg sogar noch einen Gang noch oben geschaltet hat. Bayerns neuer Trainer, Pep Guardiola, erfindet das Spiel immer wieder neu und bringt noch mehr Fluss, Variabilität und Giftigkeit in das Spiel der Champions. Bayerns Fußball verdient Anerkennung, es ist nach diesem Spiel jedoch unmöglich, die Leistung von City-Torwart Joe Hart nicht in Frage zu stellen.“

Neben all dem Lob für die Münchner geht die englische Presse hart mit dem Vizemeister der Premiere League ins Gericht. City habe aufgegeben und kapituliert, findet „Daily Mail“: „Eine Orgie an Inkompetenz und vermeidbaren Fehlern händigte den Deutschen das Spiel aus, so dass die Exzellenz der Münchner vollkommen vergeudet war. Bayern ist zweifellos ein brillantes Team und Guardiola hat neue Facetten und Dimensionen zu ihrem Spiel hinzugefügt. Das Geheimnis dieser Mannschaft – und aller Teams, die Guardiola trainiert hat -  ist, dass sie mehr Spieler auf dem Platz zu haben scheinen. Es ist wie bei einem geschickten Magier. Er lenkt ab, er verstellt sich, er täuscht. Er stellt eine Mannschaft ohne nominelle Stürmer auf und wenn es darauf ankommt, haben die Münchner neun Spieler im Angriff.“ 

„Peps Bayern machen Angst“

In Guardiolas Heimat wurde die Bayern-Gala ebenfalls zur Kenntnis genommen. „Peps Bayern machen Angst“, befindet die Sporttageszeitung „As“: „Bayern überrollt Manchester City mit einer 75-minütigen Vorführung.“ Die italienische „Gazzetta dello Sport“ hebt das überragende Passspiel der „Super Bayern“ hervor: „Es ist beeindruckend, wie es die Münchner schaffen, permanent in der gegnerischen Hälfte zu bleiben, ohne je durch langsames Tiki-Taka, wie es Barca im letzten Jahr spielte, zu langweilen.“

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