Pressestimmen zur Champions League : "Guardiola verliert seine Jungfräulichkeit"

Während nach Bayern Münchens 0:1-Niederlage bei Real Madrid ganz Spanien die Effektivität der Madrilenen lobt, preist Italien die Taktik von Reals italienischem Trainer Carlo Ancelotti. Lesen Sie hier gesammelte Pressestimmen zum Hinspiel im Champions-League-Halbfinale.

Als Pep Guardiola auf der Trainerbank des Estadio Santiago Bernabeu seine Unschuld verlor.
Als Pep Guardiola auf der Trainerbank des Estadio Santiago Bernabeu seine Unschuld verlor.Foto: Imago

SPANIEN:

"Sport": "Der FC Bayern ist eine Kopie von Barça ... ohne Messi. Das Rückspiel verspricht sehr spannend zu werden. Die Bayern müssen ihr Spiel umstellen, wenn sie Madrid überraschen wollen. Guardiola kann schon jetzt die kugelsichere Weste anziehen, denn er wird sicher von Kritik überhäuft werden."

"El País": "Madrid macht gegen Bayern das Tor dicht. Die Madrilenen haben das Team von Guardiola in einem Spiel bezwungen, das der Champions League würdig war. Das deutsche Team huldigt dem Ballbesitz, das spanische stellt unterdessen den schnellen Fußball zur Schau."

"La Vanguardia": "Minimalvorteil für die Weißen. Die Konter retten Madrid gegen die Bayern, die zwar den Ballbesitz, aber keine größeren Chancen hatten."

"As": "Madrid erhebt sich zum Favoriten. Benzema erzielte ein goldenes Tor. Die Bayern haben vor allem in der ersten Hälfte dominiert, aber für Gefahr konnten sie nicht sorgen. Die Mannschaft von Ancelotti erholte sich in der zweiten Halbzeit und war am Ende überlegen."

"Mundo Deportivo": "Der FC Bayern schießt nicht aufs Tor. Das Team von Pep hat mehr und besser gespielt, aber die Effektivität war für den Sieg der Weißen entscheidend."

"Marca": "Riesig. Eine mitreißende Zurschaustellung von Kampf- und Teamgeist des Madrider Teams, das an große Nächte erinnerte."

"El Mundo": "Guardiola hat seine Jungfräulichkeit verloren. Als Trainer hat er bei seinem achten Gastspiel im Bernabéu erstmals verloren."

ITALIEN:

"Corriere dello Sport": "Konter-Lektionen Ancelottis: Von der Strategie her haben Chelsea und Real ähnlich gespielt, doch in der Substanz war das unterschiedlich. Das war das wahre Halbfinale, wobei das Ende noch offen erscheint."

"La Stampa": "Königliche Blitze. Die Deutschen fangen besser an, doch dann zeigt sich die Qualität Madrids. In der Bernabeu-Show gewinnt Ancelotti gegen Guardiola die erste Runde in dem eigentlichen CL-Finale."

"Corriere della Sera": "Bayern attackiert, macht aber kein Tor, das Spektakel liefern dann Reals Konter. Der deutsche Meister startet zwar stark, wird aber von den Stürmern im Stich gelassen. Real erzielt ein wichtiges Ergebnis."

"La Repubblica": "Gewonnen hat die Elf, die bestens in der Lage war, so zu spielen, wie sie es auch am besten kann: Abzuwarten, ohne sich verbissen zu verteidigen, um dann mit den bekannten Schlachtrössern loszulegen." (dpa)

Historische Duelle: FC Bayern gegen Real Madrid
Zweikampf zwischen Bastian Schweinsteiger und Fabio Coentrao im Hinspiel der Champions League 2013/14. Der 1:0-Sieg von Real im Bernabeu war das bislang letzte Aufeinandertreffen der beiden Klubs.Weitere Bilder anzeigen
1 von 21Foto: Imago
29.04.2014 19:05Zweikampf zwischen Bastian Schweinsteiger und Fabio Coentrao im Hinspiel der Champions League 2013/14. Der 1:0-Sieg von Real im...

5 Kommentare

Neuester Kommentar