Primera Division : Metzelder denkt nicht an Abschied von Real Madrid

Christoph Metzelder ist bei Real Madrid weiterhin nur zweite Wahl. Ein Wechsel im Winter kommt für den Verteidiger, der auch bei Bundestrainer Löw keine gute Karten hat, nicht in Frage.

Christoph Metzelder dpa
Real-Reservist Christoph Metzelder (r.) schließt einen Wechsel im Winter aus. -dpa

MadridSpanien-Legionär Christoph Metzelder geht nach seiner mehr als halbjährigen Nationalmannschafts-Pause nicht zwangsläufig von einer Nominierung für das erste Länderspiel des Jahres am 11. Februar gegen Norwegen aus. "Es gibt keine entsprechenden Absprachen mit Joachim Löw", sagte Metzelder in einem Interview mit dem Fachmagazin "Kicker".

Kein Ärger mit Löw

Alles hänge von seinem Fitness-Zustand ab. "Wenn ich anreise, will ich auch in der Lage sein, ein gutes Länderspiel zu machen. Alles andere bringt weder mir noch der Nationalmannschaft etwas", sagte der Verteidiger von Real Madrid. Zuletzt war der 28-Jährige im EM-Endspiel im Juni 2008 gegen Spanien (0:1) zum Einsatz gekommen. Anschließend wurde er von Bundestrainer Joachim Löw nicht mehr nominiert. "Es gab keine Dissonanzen, seine Entscheidungen waren im Prinzip mit mir abgesprochen", sagte Metzelder.

Metzelder bereut Wechsel nach Spanien nicht

Seine Situation beim spanischen Meister Real Madrid sieht Metzelder nach dem Trainerwechsel von Bernd Schuster zu Juande Ramos positiv, obwohl er in der Innenverteidigung weiterhin nur zweite Wahl hinter Fabio Cannavaro und Pepe ist. Ein Vereinswechsel in der Transferperiode bis Anfang Februar komme nicht infrage. "Nein. Darüber habe ich mir keine Gedanken gemacht, weil ich glaube, dass es für einen Spieler in der Regel kein günstiger Moment ist, im Winter zu wechseln."

Gleichzeitig deutete der Vize-Europameister und WM-Dritte an, dass er seinen Vertrag bei Real bis 2010 nicht zwingend erfüllen werde, ein Transfer im Sommer also möglich sei. "Ich muss in den nächsten Monaten eine grundsätzliche Entscheidung für mich treffen, wie es weitergeht", sagte er. Seinen Wechsel nach Spanien bereue er aber keinesfalls. "Ich bin froh, dass ich dieses Risiko eingegangen bin und die Aufgabe angenommen habe." (mbo/dpa)

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