Primera Division : Presse verhöhnt Hildebrand

Timo Hildebrand ist ein schwerer Fehler unterlaufen, der zur Niederlage des FC Valencia gegen Athletico Madrid führte. Die spanische Presse reagierte mit beißendem Spott auf den Patzer des Torhüters.

Timo Hildebrand
Was soll ich machen? Timo Hildebrand unterläuft schwerer Fehler im Tor des FC Valencia. -Foto: dpa

MadridNach seinem folgenschweren Patzer ist der zuletzt hochgelobte Nationaltorhüter Timo Hildebrand in der spanischen Presse mit Häme überschüttet worden. Für Radiosender "Cadena Ser" war der spielentscheidende Fehler beim 0:1 seines Klubs FC Valencia gegen Atletico Madrid ein Fauxpas aus der Amateurklasse. Die Sportzeitung "AS" spottete in beißender Ironie, Hildebrand sei am Ende vielleicht gar kein deutscher, sondern "eher ein englischer Torwart".

Hildebrand zeigt sich selbstkritisch

Der 28-Jährige zeigte sich selbstkritisch. "Ich habe mich wahrscheinlich nach den zuvor guten Aktionen zu selbstsicher gefühlt, war danach zu risikofreudig - was dann zu einer falschen Entscheidung geführt hatte", schrieb Hildebrand auf seiner Internetseite.

Der 28-Jährige brachte in der 27. Minute einen harmlosen "Gurkenball" (Hildebrand) von der rechten Seite nicht unter Kontrolle, Atleticos Angreifer Sergio Agüero brauchte zum Siegtreffer nur noch einzuschieben. Der Keeper beschrieb die Schrecksekunde wie folgt: "Der Ball landet nicht als Beute bei mir, sondern sprang auf und landete dann als Geschenk beim gegnerischen Stürmer."

Koeman hält zu Hildebrand

Im Gegensatz zur Presse verzichtete Valencias Trainer Ronald Koeman auf kritische Worte, sondern stärkte seinem Schlussmann zumindest öffentlich den Rücken. Atletico sei in der ersten Halbzeit besser gewesen, "da hat Hildebrand in zwei, drei Situationen gut gehalten", betonte der Niederländer, ohne auf das Missgeschick näher einzugehen.

Dennoch könnte Hildebrands zweiter schwerer Patzer nach seinem Fehlgriff beim 0:2 in der Champions League gegen Rosenborg Trondheim Anfang November die Suche nach einem neuen Torhüter noch einmal auf die Tagesordnung bringen. Dabei schien sich der ehemalige Stuttgarter nach den Suspendierungen seiner Kontrahenten Santiago Canizares sowie von David Albelda und starken Leistungen in den vergangenen Partien bereits zur unumstrittenen Nummer eins gemausert zu haben. (mbo/sid)

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