Primera Division : Real unterliegt Barca – und ist zufrieden

Der Jubel in Barcelona über den Sieg gegen den Erzrivalen Real Madrid fiel enthusiastisch aus, enthusiastischer sogar, als die Erwartungen hatten vermuten lassen.

Julia Macher

BarcelonaDer FC Barcelona hatte Real Madrid im „Gran Clásico“ mit 2:0 (0:0) niedergerungen, die Schätzungen vor dem Spiel aber waren weit euphorischer ausgefallen: dass Barca den Gegner mit mindestens 5:0 vom Platz putzen werde. Darin wurden die 96 059 Zuschauer im Nou Camp enttäuscht.

Die großen Rivalen neutralisierten sich. Er habe sich von Madrids Verharren in der Defensive zu sehr überraschen lassen, gab Barcas Trainer Pep Guardiola zu: „In der ersten Halbzeit waren wir überreizt und nervös.“ Juande Ramos, Bernd Schusters Nachfolger als Trainer bei Real, ließ ganz altmodisch Verhinderungsfußball mit Manndeckung spielen, und das zumindest 80 Minuten lang mit Erfolg. Erst dann fielen die Tore. Nachdem Eto’o zunächst mit einem Elfmeter an Reals Torwart Iker Casillas gescheitert war, gelang ihm im Anschluss an einen Eckball das 1:0. Lionel Messi machte mit seinem Tor in der Nachspielzeit alles klar.

Das Stadion feierte den FC Barcelona schon als künftigen Spanischen Meister. So weit sei man aber noch nicht, sagte Trainer Guardiola. „Bis dahin müssen wir noch eine ganze Menge Punkte holen.“ Zwölf haben sie nun schon Vorsprung auf den ewigen Rivalen Real. Trotzdem fuhr der neue Trainer Juande Ramos „sehr zufrieden nach Hause: Wir haben Stolz bewiesen.“ 

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