Sport : Prinzessin Haya bleibt Präsidentin des Reitsports

Berlin - Triumph für die Prinzessin, Dämpfer für die Deutschen: Die in Europa heftig kritisierte Präsidentin der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI) hat einen überwältigenden Wahlerfolg gefeiert. Die 36 Jahre alte Haya bint al Hussein bleibt weitere vier Jahre FEI-Chefin und wies die Opposition klar in ihre Schranken. Hussein ist wegen ihrer unklaren Anti-Doping-Politik, ihres Führungsstils und mehrerer Personalentscheidungen umstritten. Bei der Mitgliederversammlung in Taipeh erhielt sie 90 von 124 Stimmen. Der vom deutschen Verband FN unterstützte Gegenkandidat Sven Holmberg aus Schweden bekam nur 23 Stimmen. Für den Niederländer Henk Rottinghuis stimmten nur elf Mitglieder.

Der Versuch, die jordanische Prinzessin zu stürzen, endete kläglich. „Das deutliche Ergebnis ist für uns schon etwas überraschend“, kommentierte der deutsche Verbandschef Breido Graf zu Rantzau den eindeutigen Wahlausgang. „Sie kann sich gut präsentieren“, sagte der FN-Chef. „Sie hat gute Lobbyarbeit gemacht.“ Einziger Trost für ihn: Hussein will nur noch diese zweite Amtsperiode absolvieren. dpa

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