Sport : Pro Ballack

Schweinsteiger sieht ihn als Kapitän – nicht Lahm

Bastian Schweinsteiger hat sich für Michael Ballack als Spielführer der deutschen Nationalmannschaft nach der WM in Südafrika ausgesprochen. „Er ist Kapitän dieser Mannschaft, und wenn er zurückkommt, wird er auch wieder die Binde tragen“, sagte der Mittelfeldspieler der „Welt am Sonntag“ vor dem abschließenden Spiel um Platz drei gegen Uruguay am Samstagabend in Port Elizabeth (nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe beendet).

Philipp Lahm war in Südafrika Mannschaftskapitän gewesen und hatte den Wunsch geäußert, das Amt auch weiterhin auszuüben. „Ich werde nach dem Turnier nicht zum Bundestrainer gehen und ihm die Binde zurückgeben“, hatte Lahm nach der Niederlage im Halbfinale gegen Spanien erneut angekündigt, wollte allerdings nicht von einem Machtkampf reden. Die Entscheidung liege allein beim Bundestrainer.

„Zwei Kapitäne, das wäre einer zu viel auf dem Platz. Für mich ist Ballack der Kapitän dieser Mannschaft“, sagte Schweinsteiger. Und ergänzte: „Philipp hat nur wegen Michaels Verletzung das Amt übernommen und seine Sache gut gemacht.“ Bei seiner zweiten WM-Teilnahme hatte Schweinsteiger in der Führungsrolle als Vertreter des verletzt fehlenden Ballack an der Seite von Sami Khedira überzeugt. Khedira habe unter Beweis gestellt, dass er Ballack gut vertreten könne. „Er ist ein guter Spieler, und wenn man mit solchen Spielern zusammenspielt, ist es einfach. Sami hat einen sehr guten Job gemacht, es war ja das erste Turnier für ihn mit der Nationalmannschaft“, sagte Schweinsteiger, der noch mit neun anderen nominierten Akteuren um den „Goldenen Ball“ für den besten WM-Spieler kämpft.

Die Diskussion, ob die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes mit Ballack noch mehr als die Teilnahme am Spiel um den dritten Platz gegen Uruguay in Port Elizabeth hätte erreichen können, ist für ihn spekulativ. „Jetzt darüber zu sprechen, ob es besser oder schlechter mit ihm gelaufen wäre, ist weder ihm noch Sami gegenüber fair.“ dpa

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