Sport : Problematische Wette

Es muss weiter um die Plätze bei der Endrunde der nächsten Fußball-Weltmeisterschaft in Südkorea und Japan im nächsten Jahr (31. März - 30. Juni) gebangt werden. Was nach dem Spiel der deutschen Nationalmannschaft in der Ukraine gilt, trifft auch auf die anderen Bewerber aus Europa und Asien zu. Noch die besten Chancen sollte Irland haben, das bereits bei den WM-Endrunden 1990 und 1994 dabei war. Der Eindruck nach dem 2:0 von Dublin gegen Iran täuscht allerdings, denn vor allem Torhüter Shay Given war der Sieg zu verdanken. "Wir spielen in Teheran gegen einen sehr entschlossenen und gut organisierten Gegner", sagte Nationaltrainer Mick McCarthy, der nach dem von Ian Harte verwandelten Elfmeter und dem Treffer von Robbie Keane durchatmen konnte. "Der Job ist erst halb verrichtet", mahnte der Torschütze Keane. Der bei Manchester United spielende Keane gab nach einmonatiger Verletzungspause ein glänzendes Comeback.

"Wir werden unser Bestes geben", sagte unterdessen Irans kroatischer Coach Miroslav Blazevic. "Ich denke aber noch nicht daran, meine Wettschuld einzulösen." Blazevic, der Kroatien bei der WM 1998 in Frankreich zum dritten Platz geführt hatte, tönte vor der Partie, sich an der Torlatte zu erhängen, falls er in den Play-offs scheitern werde. Das Rückspiel im 120 000 Zuschauer fassenden Azadi-Stadion in Teheran findet am Donnerstag statt. Dann ist auch wieder Ali Daei (Hertha BSC) dabei, der in Dublin wirkungslos blieb. Zuvor hatte der Herthaner, der bei seinem Verein höchstens Reservist ist, in den Qualifikationsspielen immer wieder mit seinen Toren für Aufmerksamkeit gesorgt.

Bei der 0:1-Niederlage in Brüssel gegen Belgien machte sich bei den Tschechen, die nach einer Roten Karte gegen Tomas Repka immerhin 50 Minuten in Unterzahl spielen mussten, vor allem das Fehlen der gesperrten Dortmunder Profis Tomas Rosicky und Jan Koller bemerkbar. Für die Belgier, bei denen in dem Herthaner Bart Goor sowie den beiden Schalkern Nico van Kerckhoven und Sven Vermant drei Bundesligaprofis auf dem Platz standen, erzielte Kapitän Gert Verheyen das einzige Tor der Partie. Der Platzverweis für Repka resultierte aus einem angeblichen Faustschlag gegen Goor.

Die Slowenen, bei denen Dzoni Novak vom Zweitligisten SpVgg Unterhaching zum Einsatz kam, verdauten beim 2:1 gegen Rumänien den Schock des Rückstandes. Auch Dorinel Munteanu vom VfL Wolfsburg konnte Rumäniens Niederlage nicht verhindern.

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