Sport : Profi bis zum Schluss

Hertha mit Problemen vor dem Spiel in Leverkusen

Berlin - Lucien Favre hat am Sonntag eine wichtige Erkenntnis über die laufende Bundesligasaison gewonnen. Der Trainer von Hertha BSC hat sich das Spiel des MSV Duisburg gegen Bayer Leverkusen angeschaut, und nach Duisburgs Sieg war für Favre klar: „Im Abstiegskampf bleibt es spannend bis zum Schluss.“ Ihn selbst und seine Mannschaft betrifft das nicht mehr, was den Berlinern zumindest eine Gemeinsamkeit mit dem neuen Meister Bayern München beschert: Für beide geht es in dieser Saison um nichts mehr.

Dreimal tritt Hertha noch an, morgen in Leverkusen, am Samstag im letzten Heimspiel gegen Nürnberg und eine Woche darauf zum Oliver-Kahn-Finale in München. „Die Gegner sind nicht einfach“, sagt Favre, „das wird sehr interessant auch für uns.“ Herthas Trainer wird die Begegnungen wohl auch zu personellen Experimenten nutzen. Möglicherweise dürfen Waleri Domowtschiski und Bryan Arguez wieder einmal spielen, die es bisher auf die gemeinsame Bundesligaerfahrung von 40 Minuten bringen. Arne Friedrich fällt in Leverkusen mit einer Knöchelverletzung aus, wahrscheinlich fehlt auch Patrick Ebert (Leistenbeschwerden).

„Wir müssen Profi sein bis zum 17. Mai“, fordert Favre von seinen Spielern. Das gilt auch für Andreas Schmidt, der am 17. Mai nach 17 Jahren bei Hertha BSC seine Karriere als Fußballer beendet. Das kündigte der 34-Jährige im RBB an. Der ein Jahr jüngere Christian Fiedler hat seinen Vertrag bei Hertha hingegen verlängert. Er soll noch ein Jahr als zweiter Torhüter bereitstehen, anschließend (bis 2012) Torwarttrainer werden. sth

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