Sport : Proteste gegen Ausschluss der Israelin Peer

Dubai - Nach massiven Protesten gegen die Einreiseverweigerung für Israels beste Tennisspielerin Shahar Peer haben die Organisatoren des WTA-Turniers in Dubai am Dienstag die Entscheidung verteidigt. In ihrer ersten öffentlichen Stellungnahme äußerten die Veranstalter in den Vereinigten Arabischen Emiraten aber auch Verständnis für die Enttäuschung der Weltranglisten-48., die kurzfristig kein Visum erhalten hatte. Die Turnier-Organisatoren erklärten, der Gaza- Krieg bewege nach wie vor viele Menschen im Mittleren Osten. Es sei anzunehmen, dass die Anwesenheit Peers, die auch schon in der israelischen Armee diente, die Fans aufgebracht hätte. Bereits in Auckland Anfang Januar habe es Proteste gegen sie gegeben. Daher seien Bedenken laut geworden, dass ihre Anwesenheit auch in Dubai zu Protesten hätte führen können. Dies hätte das gesamte Turnier betreffen können. Weiter hieß es: „Wir wollen den Sport nicht politisieren, aber wir müssen sensibel nach den jüngsten Ereignissen in der Region sein und dürfen Spieler oder Fans aus vielen Nationen nicht in Gefahr bringen.“ Während nach der Einreiseverweigerung prominente Spielerinnen in Dubai mit Unverständnis reagierten, drohte die Damen-Profi-Organisation WTA Sanktionen an. WTA-Chef Larry Scott hatte erklärt, man müsse prüfen, ob für das hoch dotierte Turnier 2010 noch Platz im Kalender sei. dpa

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