Sport : Prozess gegen Ribéry wird nun doch eröffnet

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Paris - Franck Ribéry vom FC Bayern München muss sich wegen seiner Sex-Affäre mit einer minderjährigen Prostituierten vor Gericht verantworten. Der zuständige französische Untersuchungsrichter verwies den Fall nach Justizangaben vom Dienstag an das Strafgericht in Paris. Betroffen ist auch Ribérys Nationalmannschaftskollege Karim Benzema von Real Madrid. Die Staatsanwaltschaft hatte eigentlich die Einstellung des Verfahrens gegen die Fußball-Profis beantragt. Sie geht davon aus, dass die Sportler das Alter der Prostituierten nicht kannten. Ribéry bestreitet zudem, „Sex gegen Bezahlung“ gehabt zu haben.

Für Beziehungen mit minderjährigen Prostituierten sieht das Gesetz in Frankreich eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren sowie eine Geldbuße von bis zu 45 000 Euro vor. Die Justiz muss allerdings nachweisen, dass die Betroffenen das Alter des Mädchens kannten.

Die Affäre um Ribéry und Benzema war im Frühjahr 2010 bekanntgeworden. Das in Frankreich wegen einiger TV-Auftritte schon vor dem Skandal bekannte Escort-Girl Zahia hatte im Polizeiverhör ausgesagt, sie habe als Minderjährige 2008 mit Benzema und 2009 mit Ribéry Sex gegen Bezahlung gehabt. Die Profis hätten ihr Alter aber nicht gekannt. Zahia arbeitet heute als Dessous-Designerin. dpa

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