Sport : Punkt für die Perspektive

Füchse vor der Qualifikation zur Champions League.

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Berlin - Erscheinungsbild und Statement harmonierten. „Hinter uns liegt eine lange Saison“, sagte Evgeni Pevnov, Schweißtropfen rannen von seiner Stirn. „Wir sind alle froh, wenn es zu Ende ist“, fügte der Kreisläufer der Füchse Berlin nach dem 51. Pflichtspiel seiner Mannschaft seit September hinzu. Man hatte den Eindruck, das Final-Four-Turnier der Champions League in Köln, bei dem die Berliner den vierten Platz belegten, habe dem bulligen 23-Jährigen den Rest gegeben. Für einen Satz mit Blick nach vorn reichte es aber doch noch. „Wir müssen jetzt am Mittwoch gewinnen. Dann hat sich die Quälerei gelohnt.“

Um genau zu sein genügt den Berlinern heute im vorletzten Bundesliga-Spiel der Saison gegen den TBV Lemgo (18.30 Uhr, Max-Schmeling-Halle und live bei Sport1) ein Remis, um Rang drei abzusichern und zum zweiten Mal direkt in die Champions League einzuziehen. Die erneute Qualifikation für den bedeutsamsten Europapokal ist nun das erklärte Saisonziel, da herrscht Einigkeit bei Spielern, Trainer und Manager Bob Hanning. Die Teilnahme am EHF-Cup sei mittlerweile zu wenig für den eigenen Anspruch, sagte Hanning. „Wir wissen jetzt, wie die Champions League schmeckt. In diesen Genuss wollen wir wieder kommen.“ Die großartige Kulisse von 20 000 Zuschauern, die die Köln-Arena beim Final Four in einen Handball-Tempel verwandelten, hatte bei den Berlinern nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Vor allem bei jenen, die zum ersten Mal dabei sein durften – also bei allen bis auf Iker Romero und Torsten Laen. „Auch wenn die Jungs jetzt ein wenig den Kopf hängen lassen, werden sie eines Tages von den Erfahrungen profitieren, die sie hier gemacht haben, davon bin ich fest überzeugt“, sagte Hanning noch in Köln. Das sieht auch Trainer Dagur Sigurdsson so. „Wir haben gegen Kopenhagen auf die Fresse bekommen. Jetzt müssen wir wieder aufstehen. Meine Mannschaft kann das.“ Christoph Dach

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