• Qualitätskontrolle vergessen Enttäuschung bei den Eisbären nach dem 2:5 gegen Düsseldorf

Sport : Qualitätskontrolle vergessen Enttäuschung bei den Eisbären nach dem 2:5 gegen Düsseldorf

Claus Vetter

Berlin. Pierre Pagé wollte sich weder beruhigen noch gehen. Die Spieler hatten längst den Heimweg angetreten, da diskutierte der Trainer des EHC Eisbären am Freitagabend im Sportforum noch immer erregt über das Spiel seiner Mannschaft gegen die Düsseldorfer EG. Der Ärger des Trainers war verständlich. Genauso, wie die Leistung seiner Mannschaft am Freitag unverständlich war. Uninspiriert waren die Berliner bei ihrer wohl schlechtesten Vorstellung in dieser Saison der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) über das Eis gestolpert. Die deftige 2:5-Niederlage war eine logische Konsequenz, daran wollte Pierre Pagé gar nicht herumdeuteln. „Wir wollten zu viel“, sagte der Kanadier. „Doch mehr ist nicht besser, wenn sich niemand um die Qualitätskontrolle schert.“

Ja, mit der Qualität war das am Freitag bei den Eisbären so eine Sache. An den auf die Schnelle nach Berlin gekommenen jungen Spielern vom Zweitligisten ETC Crimmitschau, dem Farmteam der Berliner, lag es nicht, dass die Düsseldorfer nur selten erschreckt wurden: René Röthke und Torsten Heine erledigten ihre Aufgabe ordentlich. Gleiches konnte dem angestammten Personal der Eisbären nicht attestiert werden. So sah es auch Pagé: „Da haben sich einige ihre Pause einen Tag zu früh genommen.“

Immerhin, bis Montag kann das urlaubsbedürftige Spielerpersonal nun ausspannen. Für die Akteure der Eisbären, die nicht in den Nationalmannschaften Deutschlands, der USA oder Kanada am kommenden Wochenende beim Deutschland-Cup in Hannover antreten, ist sogar bis zum 15. November Spielpause. Dann geht es für die Berliner in der DEL mit der Partie gegen Ingolstadt weiter.

Manager Peter John Lee hofft, dass Richard Shulmistra dann wieder einsatzbereit ist. Der kanadische Torhüter in Diensten der Eisbären laboriert seit Wochen an Leistenproblemen. „Eine schwierige Geschichte“, sagt Lee. „Wenn Richard länger Schwierigkeiten haben sollte, dann müssen wir uns etwas überlegen.“ Soll heißen, dass die Berliner nach einem Torwart Ausschau halten könnten: Denn was ist, wenn Oliver Jonas ausfällt? Die Ersatztorhüter Tobias John und Varian Kirst haben keine Erfahrung in der DEL.

Und dann wäre da noch das Problem mit Verteidiger David Cooper, sozusagen der Evergreen im Sportforum. Obwohl der kanadische Verteidiger wieder fit ist, haben ihn die Berliner immer noch nicht bei der DEL lizenziert. Wohl auch, weil Pierre Pagé nicht eben von den Fähigkeiten Coopers überzeugt ist. Was die Zukunft Coopers betrifft, will sich Peter John Lee nicht so recht äußern. „Wir streben eine Lösung an“, sagt der Manager. Die Spielpause in der DEL, so scheint es, kommt den Eisbären in jeder Hinsicht recht.

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