Radsport : Berliner Sechstagerennen hochkarätig besetzt

Bei der Veranstaltung Ende Januar im Berliner Velodrom werden neben den Vorjahressiegern auch die akutellen Weltmeister in der Mannschaftsverfolgung an den Start gehen.

Johannes Ehrmann

Sie gehört zum Berliner Sechstagerennen wie der Sportpalastwalzer und Frank Zander. Wenig verwunderlich also, dass sie auch für die Präsentation der 100. Ausgabe der traditionsreichsten Sportveranstaltung der Stadt herhalten musste. Mit einem beherzten Schlag auf die große Rundenglocke, die normalerweise an der Start-Ziel-Linie im Velodrom angebracht ist, läutete der kultige Radsport-Kommentator Ulli Jansch die Presseveranstaltung der „Sixdays“ in einem Hotel an der Landsberger Allee ein.

100 Mal Sechstagerennen. Zu diesem Anlass hatten die Organisatoren viel Historie mitgebracht, und auch die Gegenwart, in Person von Olympiasieger Robert Bartko, der das Rennen zum dritten Mal gewinnen will. Zum Feste sollen es bitteschön die Besten sein: Dieter Stein, Sportlicher Leiter des Sechstagerennens, verkündete mit einem strahlenden Lächeln und dem Regenbogen-Trikot in der Hand, dass die aktuellen Weltmeister in der Mannschaftsverfolgung, die Australier Leigh Howard und Cameron Meyer, vom 27. Januar bis 1. Februar in Berlin über das Oval rauschen werden. Zusammen mit den Vorjahressiegern Alex Rasmussen und Michael Mörköv, dem Schweizer Franco Marvulli (Partner steht noch nicht fest) sowie dem holländischen Duo Danny Stam/Peter Schep gehören sie zum engeren Favoritenkreis.

„Es ist das beste Feld, das wir je hatten“, sagte Stein. Auch Bartko und sein Partner Roger Kluge wollen am Ende ganz vorn sein. Über die starke Konkurrenz wollte sich der 34-Jährige nicht beklagen – im Gegenteil. „Wenn die Weltmeister am Start sind, wird so ein Sechstagessieg umso wertvoller“, sagte Bartko.

Auch das Material wurde herausgeputzt. Kürzlich wurden in zweiwöchiger Feinarbeit die Holzplanken der 250 Meter langen gewölbten Bahn geschliffen. Natürlich aber geht es in den sechs Berliner Nächten auch wieder um Buletten, Schulle und Musik. Selten ist Berlin so bei sich wie jedes Jahr Ende Januar. Neben dem unvermeidlichen Frank Zander ist diesmal auch die Berliner Kultband City Teil des Rahmenprogramms.

Bei aller Historie geht der Blick auch nach vorne. Im Feld des „Zukunftsrennens“ findet sich ein prominenter Name: Rik Zabel, der 17-jährige Sohn von Erik Zabel. Der Senior drehte die letzten Runden seiner Laufbahn in Berlin, bei den Sixdays 2009. So wie sich das für einen gebürtigen Berliner eben gehört.

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