Sport : Radsport: Proteste in Spanien, Ermittlungen gegen Jaksche

Berlin - Vor der Tour de France nimmt der Streit im Radsport um den Kampf gegen Doping zu. Der Weltverband UCI teilte mit, sechs bis sieben Top-Fahrer hätten bei unangekündigten Kontrollen im Training anomale Werte aufgewiesen. Fahrer des neuen Astana-Teams seien auffällig geworden, weil sie an der Cote d'Azur in neutralem Trainingsdress offensichtlich nicht erkannt werden wollten, berichtete die belgische Agentur „Belga“. Zu diesem Team, das die Vorwürfe zurückwies, gehört auch Alexander Winokurow – einer der Favoriten der am 7. Juli in London beginnenden Tour.

Die spanische Gewerkschaft der Radprofis kündigte an, gegen Tour-Ausschlüsse von Fahrern zu klagen. UCI und Protour-Teams hatten sich darauf geeinigt, einen Tourstart von einer Verpflichtungs-Erklärung abhängig zu machen. Mit der Unterschrift haften die Fahrer im Doping-Fall mit einem Jahresgehalt. 20 Fahrer haben bislang unterzeichnet.

Am Freitagabend wurde außerdem bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Ansbach gegen den in Österreich lebenden deutschen Radprofi Jörg Jaksche ermittelt. Grund sei der Verdacht des Betruges zum Nachteil von Rennveranstaltern, schrieb die „Süddeutsche Zeitung“. Bei Auswertung von in Spanien sichergestellten Akten seien die deutschen Ermittler immer wieder auf Jaksche gestoßen. dpa

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