Radsport : Struve übernimmt Verantwortung für Ullrich-Vertrag

Nach bekannt werden der Geheimverträge der ARD mit Jan Ullrich hat Programmdirektor Günter Struve Fehler eingeräumt. Welche Konsequenzen er zieht, bleibt derweil offen.

München - In der Affäre um die geheimen Honorarzahlungen an Radprofi Jan Ullrich hat Struve die volle Verantwortung übernommen. Struve räumte Fehler ein, betonte aber zugleich, er werde nicht zurücktreten. Der Vertrag mit Ullrich werde ebenso wie der mit Erik Zabel Ende des Jahres auslaufen und nicht verlängert werden. "Geld wird er keines mehr bekommen", betonte Struve.

Mit Blick auf den ARD-Sportkoordinator Hagen Boßdorf sagte der ARD-Programmdirektor, dessen Vertragsverlängerung in der nächsten Woche sei "nicht in Gefahr", weil sich Boßdorf "exakt an die Vorschriften gehalten hat".

Am Dienstag war bekannt geworden, dass die ARD von 1999 bis 2002 und seit 2003 exklusive Geheimverträge mit Ullrich über dessen Mitwirkung im Programm geschlossen hatte. Demnach soll der Sieger der Tour de France von 1997 zuletzt pro Jahr 195.000 Euro für Interviews, Auftritte in Talkshows und die Mitwirkung an Filmbeiträgen erhalten haben. Außerdem sollen Ullrich zusätzlich fünfstellige Euro-Beträge für Erfolge bei bedeutenden Radrennen zugesichert worden sein. (tso/ddp)

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