Sport : Räikkönen: Ich gehe nicht zu Ferrari

Christian Hönicke

Berlin - Der finnische Formel-1-Pilot Kimi Räikkönen hat dementiert, einen Vorvertrag bei Ferrari unterschrieben zu haben. „Warum sollte ich auch nur an einen Wechsel denken?“, sagte der McLaren-Mercedes-Fahrer dem Tagesspiegel. „Ich bin in einer Situation, in der die meisten Formel-1-Piloten gerne wären.“ Die „Bild“-Zeitung hatte am Donnerstag „aus absolut sicherer Quelle“ berichtet, der derzeitige WM-Zweite werde zur Saison 2007 zum italienischen Rennstall wechseln. Der 25-Jährige und Ferrari hätten sich darüber bereits im Mai geeinigt.

Der Bericht wurde am Donnerstag auch von Ferrari und McLaren-Mercedes dementiert. „Wir streben eine langfristige Zusammenarbeit mit unseren Fahrern Kimi Räikkönen und Juan Pablo Montoya an“, sagte McLaren-Teamchef Ron Dennis dem Tagesspiegel. „Wir führen daher keine Gespräche mit anderen Fahrern – auch nicht mit Michael Schumacher.“ Ferraris Sprecher Luca Colajanni erklärte in „Autosport“: „Es gibt kein Abkommen mit irgendeinem Fahrer für 2007.“

„Bild“ hatte geschrieben, durch Räikkönens Vorvertrag würde der Wechsel Schumachers von Ferrari zu McLaren immer wahrscheinlicher. Der Vertrag des Weltmeisters mit Ferrari läuft Ende 2006 aus. Bislang hatte Schumacher stets angekündigt, seine Karriere bei Ferrari beenden zu wollen. Sein Manager Willi Weber hatte in der „Sport-Bild“ allerdings mehr Gehalt für Schumacher gefordert. Der Jahresverdienst des 36-Jährigen soll bei 35 Millionen Euro liegen, Weber fordert fünf Millionen mehr. „Das Angebot zur Vertragsverlängerung steht und liegt uns vor. Aber wir werden es im Moment nicht unterschreiben“, sagte der Manager.

Michael Schumacher selbst hatte am Montag einen möglichen Wechsel auf seiner Homepage so kommentiert: „Auf die Gerüchte über einen Weggang von Ferrari möchte ich gar nicht eingehen. Jeder weiß, wie eng Ferrari und ich verbunden sind.“

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