Sport : Räikkönen rückt näher

Der Finne gewinnt in der Formel 1 den Großen Preis von Ungarn, während WM-Spitzenreiter Alonso nur auf Platz elf landet

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Budapest Kimi Räikkönen feierte nicht ausgelassen, das ist nicht seine Art. Aber er winkte zufrieden seinen Fans zu. Der Finne im McLaren-Mercedes hatte gerade den Großen Preis von Ungarn in Budapest gewonnen. Der Formel-1-Pilot, der in der Gesamtwertung auf Rang zwei liegt, siegte vor dem siebenmaligen Weltmeister Michael Schumacher, der mit seinem zweiten Platz eine sehr gute Darbietung zeigte. Noch vor einer Woche war der Ferrari-Pilot auf dem Hockenheimring nur Fünfter geworden. Räikkönen war damals in Führung liegend ausgeschieden. Diesmal lief es fast umgekehrt. Der große Verlierer in Ungarn war der Spanier Fernando Alonso, der in der Gesamtwertung zwar klar führt, diesmal aber nur auf Platz elf kam. In der Gesamtwertung verringert sich Räikkönens Rückstand auf 26 Punkte.

Alonso hatte aber auch großes Pech: Nach einer Kollision schon in der ersten Kurve musste er an die Boxen fahren und verlor früh alle Siegchancen. Zum dritten Mal in dieser Saison blieb der 24-Jährige ohne Punkte und wurde letztlich sogar noch überrundet.

Trotz des vierten Saison-Erfolgs von Räikkönen konnte sich McLaren-Mercedes nicht uneingeschränkt freuen. In der 41. Runde schied der Kolumbianer Juan Pablo Montoya im zweiten McLaren-Mercedes in Führung liegend wegen eines Antriebsschadens aus. Ralf Schumacher im Toyota wurde Dritter, der Mönchengladbacher Nick Heidfeld im BMW-Williams Sechster.

Michael Schumacher startete zum 64. Mal von der Pole Position und verteidigte seine Führung nach dem Start. Hinter ihm ging es in der ersten Kurve turbulent zu: Red-Bull-Pilot Christian Klien überschlug sich nach einer Kollision mit Jacques Villeneuve. Alonso berührte den Toyota von Ralf Schumacher und verlor den Frontflügel. Er musste früh an die Box und verlor Zeit. Die Schlüsselszene waren die zweiten Boxenstopps von Schumacher und Räikkönen: Der Deutsche tankte in der 36. Runde und kam als Dritter zurück. Räikkönen nahm eine Runde später weniger Benzin auf und blieb vor Schumacher. „Meine Reifen bauten ab, ich konnte Kimi nicht mehr folgen“, sagte der Ferrari-Pilot.

Vor dem Rennen wurde bekannt, dass Felipe Massa 2006 zu Ferrari wechselt. Rubens Barrichello verlässt das Team vorzeitig und wechselt zu BAR-Honda. Im Rennen belegte er Platz zehn. dpa

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