Sport : Räumliches Denken

Friedhard Teuffel

erklärt, warum Arminia Bielefeld so erfolgreich spielt Florian Homm hat zwar keine Ahnung von Fußball, aber in der vergangenen Woche lag er ganz auf der Linie der Experten. Der Mehrheitsaktionär von Borussia Dortmund hätte gerne Uwe Rapolder verpflichtet, den Trainer von Arminia Bielefeld. Dass Homm damit seine Kompetenzen überschritten hatte, soll hier einmal außer Acht gelassen werden. Entscheidend war: Selbst für Homm, wohnhaft auf Mallorca, ist der Name Rapolder ein Synonym für erfolgreichen Fußball.

Einen anderen Namen aus Bielefeld kennt Homm wahrscheinlich gar nicht, und genau das ist Rapolders Leistung. Er hat aus einer Mannschaft der Namenlosen eine Gemeinschaft geformt. Am Samstag hat das auch der Deutsche Meister Werder Bremen erlebt und ist besiegt von der Bielefelder Alm wieder abgereist. Nur ein Platz trennt die Bielefelder zurzeit von den Rängen, die zur Teilnahme am Uefa-Pokal berechtigen.

Der Erfolg des Bielefelder Fußballs liegt vor allem an seiner Struktur. Ein Grundsatz Rapolders ist schließlich, dass Aggressivität organisiert werden müsse. Er hat seinen Spielern räumliches Denken beigebracht und ihnen vermittelt, wohin sie mit und ohne Ball laufen müssen. Organisation klingt nicht nach schönem Spiel. Doch das Ergebnis kann manchmal sehr ästhetisch sein.

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