Sport : Raich bleibt auf Erfolgskurs

Olympiasieger vor dem Sieg im Gesamtweltcup

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Shigakogen - Felix Neureuther jubelte über sein bestes Weltcup-Resultat in diesem Winter, Benjamin Raich kann den Champagner schon einmal kalt stellen. Während Neureuther als Slalom-Achter im japanischen Shigakogen endlich einmal zwei gute Läufe zeigte, triumphierte der österreichische Doppel-Olympiasieger auf der Olympia-Piste von 1998. Dem 27-Jährigen fehlen nach seinem Sieg nur noch 18 Punkte zum erstmaligen Gewinn des alpinen Ski-Gesamtweltcups. „Ich bin sehr glücklich. Jetzt habe ich eine exzellente Chance, die große Kristallkugel zu holen“, sagte Raich.

Felix Neureuther fehlte in 1:37,64 Minuten gerade einmal eine Zehntelsekunde zu Platz fünf und damit seinem besten Weltcup-Resultat überhaupt. „Das ist ein Erfolg, der sich sehen lassen kann“, sagte der Partenkirchener und nahm für das heutige Rennen sogar einen Podestplatz ins Visier. „Ich kann hier noch einmal Gas geben, während andere mit der Saison bereits abgeschlossen haben.“

Nur noch theoretische Zweifel bestehen am sechsten Weltcup-Gesamtsieg eines Österreichers in den vergangenen sieben Jahren. Bei fünf noch ausstehenden Rennen hat Raich mit 1260 Punkten 482 Zähler Vorsprung auf den einzig verbliebenen Konkurrenten Aksel Lund Svindal aus Norwegen. Zwar liegt der Österreicher Michael Walchhofer mit 831 Punkten derzeit noch vor Svindal, doch der Abfahrts-Spezialist tritt in den Technikrennen nicht an.

Beim Slalom an diesem Samstag reicht Raich bereits ein 14. Platz, um sich endgültig den Gesamtweltcup zu sichern und die Nachfolge des in Asien pausierenden Amerikaners Bode Miller anzutreten. Raich lag in 1:36,66 Minuten vor dem japanischen Lokalmatador Akira Sasaki (1:36,83) und dem Thomas Grandi (Kanada/1:37,17).

Nachdem der 21-jährige Neureuther bei den Olympischen Winterspielen in Turin im Riesentorlauf sowie Slalom enttäuscht hatte, zeigt er nun sein Talent. „Ich bin überzeugt, dass der Stockerlplatz bald kommt. Wenn er endlich einmal eine verletzungsfreie Vorbereitung durchziehen kann, wird er zu den Schnellsten gehören“, sagte Cheftrainer Werner Margreiter.

Eine wieder aufgebrochene Rückenverletzung bremste Alois Vogl aus Zwiesel, der nach Platz 13 nach dem ersten Lauf noch auf Rang 24 zurückfiel. dpa

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