Sport : Rainer Bonhof: My Bonni is over the sea

Stefan Hermanns

Rainer Bonhof und Berti Vogts waren mal richtig gute Freunde. Als sie noch für Borussia Mönchengladbach Jahr für Jahr mindestens einen Titel gewannen - damals wurde Bonhof noch Bonni gerufen -, sind die beiden Arbeitskollegen sogar zusammen in Urlaub gefahren. Später war Vogts dann Bonhofs Vorgesetzter; im Auftrag des Deutschen Fußball-Bundes trainierten sie die Nationalmannschaft, Vogts als Chef, Bonhof als sein Assistent. Welche Verdienste sich Bonhof dabei erworben hat, ist nicht bekannt. Der Öffentlichkeit sind aus dieser Zeit vor allem Bonhofs Halbzeit-Interviews mit Waldemar Hartmann in Erinnerung geblieben. "Rainer Bonhof ist jetzt zu uns gekommen", pflegte Hartmann zu sagen. "Rainer, was hat der Berti in der Kabine gesagt?"

Die Wege der alten Freunde haben sich längst getrennt. Als Vogts beim DFB aufgab, musste auch Bonhof gehen; aber irgendwie scheinen sie doch immer wieder zueinander zu finden. Bei Borussia Mönchengladbach saßen Vogts und Bonhof gemeinsam im Aufsichtsrat, Bonhof wurde sogar Trainer beim damals schwer kriselnden Bundesligisten und stieg ab. Dass er nach drei Niederlagen zum Start in die Zweitligasaison gehen musste, konnte auch Berti Vogts, sein Freund im Aufsichtsrat, nicht verhindern. Der wiederrum machte bei Bayer Leverkusen eine ähnlich deprimierende Erfahrung bei seinem ersten Engagement als Vereinstrainer. Seit Ende Juni ist Vogts das, was Bonhof fast zwei Jahre lang war - arbeitslos.

Vogts war meistens der Chef, hat mehr Länderspiele (96) bestritten als Bonhof (53), mehr Meistertitel (5:4) geholt, er war zweimal Fußballer des Jahres, Bonhof nie. Jetzt aber ist Bonhof zum ersten Mal einen Schritt voraus. Seit gestern hat der ewige Zweite einen neuen Job: Rainer Bonhof wird Trainer beim Kuwaitischen Meister Sporting-Club Kuwait. Die Meldungen vom vorigen Wochenende, dass Berti Vogts neuer kuwaitischer Nationaltrainer wird, haben sich hingegen als falsch erwiesen. Vogts bleibt bis auf weiteres arbeitslos. Ein wenig Hoffnung besteht. Rainer Bonhof hat noch nicht entschieden, wer sein Kotrainer wird.

Rainer Bonhof und Berti Vogts waren mal richtig gute Freunde. Als sie noch für Borussia Mönchengladbach Jahr für Jahr mindestens einen Titel gewannen - damals wurde Bonhof noch Bonni gerufen -, sind die beiden Arbeitskollegen sogar zusammen in Urlaub gefahren. Später war Vogts dann Bonhofs Vorgesetzter; im Auftrag des Deutschen Fußball-Bundes trainierten sie die Nationalmannschaft, Vogts als Chef, Bonhof als sein Assistent. Welche Verdienste sich Bonhof dabei erworben hat, ist nicht bekannt. Der Öffentlichkeit sind aus dieser Zeit vor allem Bonhofs Halbzeit-Interviews mit Waldemar Hartmann in Erinnerung geblieben. "Rainer Bonhof ist jetzt zu uns gekommen", pflegte Hartmann zu sagen. "Rainer, was hat der Berti in der Kabine gesagt?"

Die Wege der alten Freunde haben sich längst getrennt. Als Vogts beim DFB aufgab, musste auch Bonhof gehen; aber irgendwie scheinen sie doch immer wieder zueinander zu finden. Bei Borussia Mönchengladbach saßen Vogts und Bonhof gemeinsam im Aufsichtsrat, Bonhof wurde sogar Trainer beim damals schwer kriselnden Bundesligisten und stieg ab. Dass er nach drei Niederlagen zum Start in die Zweitligasaison gehen musste, konnte auch Berti Vogts, sein Freund im Aufsichtsrat, nicht verhindern. Der wiederrum machte bei Bayer Leverkusen eine ähnlich deprimierende Erfahrung bei seinem ersten Engagement als Vereinstrainer. Seit Ende Juni ist Vogts das, was Bonhof fast zwei Jahre lang war - arbeitslos.

Vogts war meistens der Chef, hat mehr Länderspiele (96) bestritten als Bonhof (53), mehr Meistertitel (5:4) geholt, er war zweimal Fußballer des Jahres, Bonhof nie. Jetzt aber ist Bonhof zum ersten Mal einen Schritt voraus. Seit gestern hat der ewige Zweite einen neuen Job: Rainer Bonhof wird Trainer beim Kuwaitischen Meister Sporting-Club Kuwait. Die Meldungen vom vorigen Wochenende, dass Berti Vogts neuer kuwaitischer Nationaltrainer wird, haben sich hingegen als falsch erwiesen. Vogts bleibt bis auf weiteres arbeitslos. Ein wenig Hoffnung besteht. Rainer Bonhof hat noch nicht entschieden, wer sein Kotrainer wird.

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