Rallye Dakar : Volkswagen verteidigt Dreifach-Führung

Volkswagen hat auf der fünften Etappe der 29. Wüsten-Rallye Dakar seine Dreifach-Führung verteidigt. Jutta Kleinschmidt blieb das Pech treu. Sie hatte kurz nach dem Start eine Reifenpanne.

Tan Tan/Marokko - Mit seinem zweiten Tagessieg auf der 768 Kilometer langen Etappe von Quarzazate nach Tan Tan in Marokko baute der zweifache Rallye-Weltmeister Carlos Sainz aus Spanien am Mittwoch seine Führung auf 3:36 Minuten zum südafrikanischen Vorjahreszweiten Giniel de Villiers und dessen deutschen Beifahrer Dirk von Zitzewitz (Karlshof) aus. Carlos Sousa/Andreas Schulz (Portugal/München) komplettieren mit einem Rückstand von 11:17 Minuten die Wolfsburger Dreifach-Spitze.

Die Kölnerin Jutta Kleinschmidt verbesserte sich im privat eingesetzten BMW X3 auf der fünften Etappe ihrer 17. Dakar vom 25. auf den 22. Platz, hat aber bereits 2:50:08 Stunden Rückstand. Seit dem Elektrikproblem nach dem Start am Samstag hat sich die Dakar-Siegerin von 2001 um 26 Plätze nach vorne gekämpft. Das Pech blieb aber auch am fünften Rallyetag ihr Begleiter. Dabei war ein Reifenschaden kurz nach dem Start nicht das größte Problem. "Viel schlimmer war, dass die beschädigte Felge eine Bremsleitung zerstört hatte und ich auf den restlichen 300 Kilometern beim Bremsen sehr viel pumpen musste. Das hat uns wieder einmal Zeit gekostet", sagte die 44-jährige Diplom-Physikerin. Ihr französischer Teamkollege Guerlain Chicherit schaffte im zweiten BMW X3 des hessischen Quandt-Teams den Sprung von Platz acht auf Rang sechs.

Volkswagen-Team scheint unantastbar

Das Volkswagen-Team scheint in diesem Jahr besonders gut aufgestellt. Dakar-Dominator Mitsubishi, Gewinner in den letzten sechs Jahren, fand bislang noch kein Mittel, das führende Wolfsburger Triumvirat zu knacken. Vier von fünf Tagessiegen verbuchte VW, Mitsubishi ging bei den Etappenerfolgen bisher leer aus. Bester Pajero-Pilot ist weiterhin der spanische Vorjahres-Dritte Juan-Nani Roma auf Rang vier mit einem Rückstand von 16:16 Minuten. Der letztjährige Gewinner Luc Alphand (Frankreich) verbesserte sich zwar vom sechsten auf den fünften Rang, sein Rückstand zu Sainz wuchs aber von 16:10 auf 20:27 Minuten.

Die Motorrad-Wertung wird wie im Vorjahr vom Spanier Marc Coma und den KTM-Piloten dominiert. Coma verteidigte am fünften Rallyetag seine Führung. Mit seinem ersten Etappensieg verkürzte sein Landsmann und KTM-Teampartner Isidre Esteve Pujol auf Rang zwei seinen Rückstand von 11:50 auf 9:56 Minuten. Schon 37:41 Minuten zurück verteidigte der Franzose David Casteu auf einer weiteren KTM seine dritte Gesamtposition. (tso/dpa)

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