Rallye : Tagessieg für Tabellenführer Grönholm

WM-Spitzenreiter Marcus Grönholm, der bereits viermal die Rallye Neuseeland für sich entschieden hat, liegt auch in diesem Jahr nach dem ersten Drittel vorne. Zweiter ist Weltmeister Sébastien Loeb, der 13 Sekunden Rückstand hat.

Toni Hoffmann
Groenholm
Marcus Grönholm und Co-Fahrer Timo Rautiainen. -Foto: AFP

Hamilton/NeuseelandDer finnische WM-Spitzenreiter Marcus Grönholm hat auch zum Auftakt des elften Laufes zur Rallye-Weltmeisterschaft in Neuseeland die Schotterqualitäten seines Ford Focus unter Beweis gestellt. Der Vorjahressieger entschied das erste Drittel der Rallye Neuseeland für sich und fuhr nach fünf von 18 Schotterprüfungen einen Vorsprung von 13 Sekunden auf seinen französischen Titelrivalen und amtierenden Weltmeister Sébastien Loeb (Citroen C4) heraus. Mit einem Abstand von bereits 49,2 Sekunden folgte Grönholms Landsmann und Ford-Teampartner Mikko Hirvonen auf dem dritten Platz.

"Wir mussten zwar wieder als erstes Fahrzeug auf die Strecke, doch diesmal hat uns der Regen letzte Nacht definitiv geholfen. Der lose Schotter war dadurch fester, und wir mussten so nicht den Straßenfeger für unsere Verfolger spielen", sagte der vierfache Saisonsieger und viermalige Neuseeland-Gewinner Grönholm, der nach zehn von 16 WM-Läufen acht Punkte vor dem Titelverteidiger Loeb die WM-Wertung Tabelle anführt.

Souveräne Rückkehr für Loeb

Der dreifache Weltmeister Loeb musste im vergangenen Jahr nach seinem Fahrradunfall "down under" pausieren. Mit zwei Bestzeiten und seinem zweiten Tagesplatz feierte er aber eine überzeugende Rückkehr. "Wir hatten einen schweren Start. Wir hatten für die ersten Prüfungen zu weiche Reifen gewählt, dadurch war unser Auto zu nervös und wir verloren etwas Zeit. Später lief es zwar besser, aber nicht gut genug, um Marcus zu schlagen", sagte Loeb, der in diesem Jahr bislang fünf der zehn WM-Läufe gewann.

"Wir hatten die falschen Reifen aufgezogen, deswegen konnten wir das Tempo von Marcus und Sébastien nicht mitgehen", erklärte der WM-Dritte Hirvonen seinen Rückstand von bereits 49,2 Sekunden. Dahinter reihte sich mit einem Rückstand von 1:21,4 Minuten der Australier Chris Atkinson ein. Sein norwegischer Subaru-Teamkollege Petter Solberg, Weltmeister von 2003 und Neuseeland-Gewinner von 2004, haderte mit Fahrwerksproblemen bei seinem Impreza und rangierte nur an siebter Stelle (Rückstand: 2:17,2 Minuten). Für den Wiener Privatfahrer und letztjährigen WM-Vierten Manfred Stohl war der erste Tag seiner Lieblingsrallye vorzeitig beendet. Nach einem Unfall mit seinem Citroen Xsara ohne Personenschaden schieden Stohl und seine Beifahrerin Ilka Minor auf der vierten von fünf Tagesprüfungen aus.

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