Randale : RB-Leipzig-Mannschaft muss flüchten

In Jena flüchtete das RB-Team um den früheren Nationalspieler Ingo Hertzsch nach dem Abpfiff der Begegnung des RB Leipzig und Carl Zeiss Jena II vor Randalierern ungeduscht in den Mannschaftsbus.

Benedikt Voigt

Mit den Spielern auf der Außenbahn hätte er nicht tauschen wollen, berichtet Hans-Georg Felder. Der Sprecher des Oberligisten RB Leipzig musste beim ersten Saisonspiel bei Carl-Zeiss Jena II (1:1) miterleben, wie die Spieler des Leipziger Klubs am Sonntag von Jenaer Fans bespuckt und mit Bier begossen wurden. Nach dem Abpfiff flüchtete die Leipziger Mannschaft ungeduscht mit dem Bus unter Polizeischutz.

Bereits bei der Anfahrt hatte eine Sitzblockade einiger Jenaer Fans aufgelöst werden müssen. "Wenn man die Berichterstattung in den letzten Monaten verfolgt hat, dann hätte man schon daraus schließen können, dass wir nicht überall mit offenen Armen empfangen werden", sagt Hans-Georg Felder. Ihn verwundert, dass das Spiel auf einem nicht gut gesicherten Nebenplatz des Ernst-Abbe-Sportfeldes ausgetragen wurde. "Wir müssen uns jetzt mit dem Nordostdeutschen Fußballverband zusammensetzen und darüber sprechen, wie diese Problematik in Zukunft verhindert werden kann", sagt der RB-Sprecher.

RB Leipzig strebt mit dem Geld seines Hauptsponsors "Red Bull" den Durchmarsch in die Bundesliga an und wird deshalb nicht nur von einigen Fans der Leipziger Traditionsklubs Sachsen und Lok angefeindet. Am Sonntag empfängt RB Leipzig den Tabellenführer Zwickau. "Wir werden für jedes Spiel ein separates Sicherheitskonzept entwickeln", sagt Hans-Georg Felder.


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