Sport : Randalierende Basketballer sind gesperrt

Benedikt Voigt

Berlin - Fast hätte der Fernsehsender Premiere das heutige Play-off-Spiel zwischen Alba Berlin und den EWE Baskets Oldenburg live übertragen. Er hatte eine Pressemitteilung dazu herausgegeben, denn es dürfte ja auch ein spannendes Basketballspiel werden in der Max-Schmeling-Halle (18 Uhr). Die Berliner müssen nach der Niederlage zuletzt unbedingt gegen den Tabellenachten gewinnen. Trotzdem entschied sich der Sender im letzten Moment, seine Kameras heute in der Bamberger Jako-Arena aufzubauen. Das Spiel Bamberg gegen Bonn verspricht noch mehr Aufregung.

Nach der Rangelei am vergangenen Donnerstag hat Spielleiter Dirk Horstmann drastische Strafen gegen die beteiligten Spieler ausgesprochen. Gesperrt werden die Bonner Michael Meeks (sechs Spiele), Andrew Wisniewski (drei Spiele) und Milos Paravinja (ein Spiel) sowie die Bamberger Steffen Hamann (vier Spiele) und Uvis Helmanis (drei Spiele). Der Bamberger Trainer Dirk Bauermann, der in dem Skandalspiel nach zwei technischen Fouls disqualifiziert wurde, erhält wegen „Unsportlichkeit gegenüber Schiedsrichtern“ eine Strafe von 3000 Euro. Auch der Stand von 1:1 in der Serie nach dem Modus „Best of five“ dürfte nicht gerade zur Beruhigung der Gemüter beitragen. Bambergs Protest gegen die Wertung des Skandalspiels, bei dem der Deutsche Meister ab der 13. Minute nur noch zu viert spielen durfte, ist abgelehnt worden.

„Das sind die Play-offs“, sagt Albas Aufbauspieler Martynas Mazeika. Die Emotionen seien besonders hoch in dieser besonderen Spielzeit, „aber man muss versuchen, sich von so etwas fern zu halten.“ Allerdings nicht so fern, wie die Berliner am vergangenen Donnerstag, als sie in der Defensive das Engagement vermissen ließen und in der Offensive schlecht warfen. Mindestens 100 Dreipunktewürfe trainierte Mazeika am Freitag, aber das sei kein Straftraining gewesen. „Das ist normal“, sagte der Litauer. Ansonsten möchte er sich nicht weiter mit der Niederlage beschäftigen. „Wir müssen das vergessen“, sagte Mazeika, „und es heute besser machen.“ Dann stehen die Chancen auch wieder besser, dass Albas Spiele live im Fernsehen übertragen werden.

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