Rassismus-Verdacht : Polizei ermittelt gegen Werder-Stürmer Maik Lukowicz

Die Lübecker Polizei ermittelt gegen Werder Bremens U-23-Stürmer Maik Lukowicz. Der Spieler wird verdächtigt, im Fußball-Regionalliga-Spiel beim VfB Lübeck (2:2) am vergangenen Freitag den Hitlergruß gezeigt zu haben.

„Die Beweise sind gesichert, und jetzt führen wir Ermittlungen durch“, sagte Polizeisprecherin Carola Aßmann den „Lübecker Nachrichten“ am Dienstag. Die Polizei muss beim mutmaßlichen Verwenden von verfassungswidrigen Gesten Anzeige erstatten und Ermittlungen einleiten. Die Beamten werden nach Aßmanns Angaben nun weitere Zeugenaussagen einholen und danach entscheiden, ob der Fall der Staatsanwaltschaft übergeben wird.

Lukowicz hat die Vorwürfe zurückgewiesen. „Das ist eine Farce, mich in so eine Ecke zu stellen. Ich distanziere mich ganz deutlich von diesem politischen Gedankengut“, wurde der polnische Spieler auf der Internetseite seines Vereins zitiert. „Ich habe beim Jubeln den Arm gehoben ohne jeden symbolischen Hintergrund. Es tut mir leid, wenn das Menschen anders interpretieren, aber es kann nicht sein, dass daraus solche schwerwiegende Vorwürfe konstruiert werden, die mich öffentlich diffamieren.“

Werder Bremen hatte die Vorwürfe gegen den 19-Jährigen bereits scharf zurückgewiesen und juristische Schritte angekündigt. „Diese Vorwürfe sind absolut haltlos und für unseren polnischen Stürmer eine Zumutung. Wer solche Beschuldigungen aufstellt, sollte sich über die Tragweite bewusst sein“, hatte Bremens Geschäftsführer Thomas Eichin gesagt. (dpa)

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