Raul-Wechsel : Prototyp des perfekten Spielers

Ist Raul noch der torgefährliche Weltstar, der Schalke zum internationalen Glück schießt? Oder ist er ein ehemaliger Weltstar, der eigentlich ein Kandidat für die US-amerikanische Soccer League oder ein Spieler für die saudische Liga wäre?

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Schalker Hoffnungsträger Raúl
Schalker Hoffnungsträger RaúlFoto: ddp

Wer ist Raul? Ein gewesener Weltstar, der bei Real Madrid schon in der vergangenen Saison verzichtbar geworden ist und mit seinen 33 Jahren eigentlich ein Kandidat für einen Wechsel in die US-amerikanische Soccer League oder nach Saudi-Arabien?

Oder ist er der nach wie vor technisch brillante Rekord-Torjäger der Champions League, nie verletzt und ein stets gewissenhafter Profi, der mit seinem Arbeitsethos bestens mit Schalkes Trainer Felix Magath zusammenarbeitet und die Mannschaft mit seinen Toren und seiner Ausstrahlung zu den lange ersehnten Titeln führen wird?

Vielleicht gewinnt Schalke auch mit der Ikone von Real Madrid keine Pokale, aber er ist der Prototyp des Spielers, den jeder Trainer gerne hätte, wie Guus Hiddink einst über ihn sagte. Auch wenn er seine allerbesten Jahre hinter sich hat, wird er Schalke voranbringen, sportlich.

Vor allem aber bedeutet seine Verpflichtung einen großen Zugewinn an Renommee. Für den Klub und die Bundesliga. Raul ist nach Arjen Robben vom FC Bayern und HSV-Stürmer Ruud van Nistelrooy der dritte Spieler von Real Madrid, der innerhalb eines Jahres nach Deutschland wechselt. Und auch wenn man van Nistelrooy und Raul ebenso wie den Leverkusener Sami Hyypiä (vorher FC Liverpool) zur Kategorie „Altstar“ rechnen kann, zeigen sie die gewachsene Bedeutung der Bundesliga im Vergleich zu den anderen europäischen Ligen. Es kommen keine Abzocker, sondern internationale Stars, welche die Liga schätzen – und noch etwas leisten wollen.

Raul in Gelsenkirchen, das war noch vor ein paar Jahren unvorstellbar. Vielleicht kommen bald auch Jüngere.

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