RB Leipzig : 200 KSC-Fans blockierten Ralf Rangnick

Vor und nach dem Montagsspiel in der Zweiten Liga zwischen RB Leipzig und dem Karlsruher SC haben Anhänger der Hermmannschaft Spieler und Verantwortliche der Leipziger belästigt.

Ziel der Fan-Angriffe: RB-Sportdirektor Ralf Rangnick.
Ziel der Fan-Angriffe: RB-Sportdirektor Ralf Rangnick.Foto: dpa

Aggressive Fans der Gastgebermannschaft haben am Rande eines Auswärtsspiels des Zweitligisten RB Leipzigs erneut für Unruhe gesorgt. Rund 200 Anhänger des Zweitligisten Karlsruher SC hinderten nach dem 0:0 im Montagsspiel den RB-Sportdirektor Ralf Rangnick am Verlassen des Karlsruher Wildparkstadions, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Vertreter des KSC und das Sicherheitspersonal hätten die aufgebrachte Menge beruhigen können. Gegen vier Fans seien Platzverbote ausgesprochen worden. Der Leipziger Mannschaftsbus konnte laut Polizei um 23.30 Uhr das Gelände mit leichter Verspätung verlassen.

Bereits am späten Nachmittag waren laut KSC-Präsident Ingo Wellenreuther 20 KSC-Fans in der Lobby des Team-Hotels der Leipziger in Herxheim in der Pfalz aufgetaucht. "Die waren nicht vermummt, hatten aber Kapuzen auf. Dass irgendwelche Leute ins Hotel eindringen, ist eine Dimension, die einfach nicht geht", sagte Ralf Rangnick zu den Vorfällen. "Der Hotelier hat die Polizei gerufen. Unter Absingen übelster Lieber und Stinkefingerzeigen haben sie dann das Hotel wieder verlassen." Laut Polizei wurden die KSC-Anhänger bereits an der Eingangstür von Mitarbeitern des Hotels aufgehalten. Die Spieler von RB Leipzig befanden sich zum Zeitpunkt des Zwischenfalls auf ihren Zimmern.

Unter der Woche wurden die Fans von RB Leipzig von KSC-Anhängern öffentlich gewarnt

Bereits unter der Woche wurden Leipzig-Fans in offenen Briefen an den Verein und an Leipziger Zeitungen vor einer Reise nach Karlsruhe gewarnt. "Aus sicherer Quelle haben wir erfahren, dass die aktiven Fans des Karlsruher Sport-Clubs diverse Aktionen gegen die 'Fans' und das Konstrukt RB Leipzig planen", heißt es in dem Schreiben. Unterschrieben ist der Brief mit "besorgte Fußballfans aus Karlsruhe". Die Verfasser nennen die RB-Anhänger "reine Werbeträger des Marketingkonstrukts" und fragen provokativ: "Ist es wert, seine Seele zu verkaufen, nur um attraktiven Fußball zu sehen?"

Folgen Sie der Tagesspiegel-Sportredaktion auf Twitter:

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben