Reaktion auf Medienschelte : Hertha beweist: Preetz redet doch mit Medien

Empfindliche Reaktion: Um der Kritik am Selbst-Interview von Michael Preetz entgegen zu treten, hat Herthas Pressesprecher in einer Stellungnahme das vergangene Wochenende seines Managers detailliert in Tagebuch-Form aufgelistet.

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Hertha-Manager Michael Preetz (r.) mit Pressesprecher Peter Bohmbach
Hertha-Manager Michael Preetz (r.) mit Pressesprecher Peter BohmbachFoto: dpa

Ein turbulentes Wochenende liegt hinter Hertha BSC. Erst die bittere Heimschlappe gegen den VfL Wolfsburg, dann der Wirbel um das mit sich selbst geführte Interview von Manager Michael Preetz. Die zum Teil heftigen Reaktionen, die diese Stellungnahme von Preetz in der Berliner Medienlandschaft hervorgerufen hat, haben dem Bundesliga-Klub offenbar übel aufgestoßen. Erst bezeichnete Preetz die Reaktionen als "unfassbar unterirdisch", dann legte Pressesprecher Bohmbach eine Mitteilung nach, die einen ähnlich kruden Eindruck erweckt wie das Eigeninterview des Hertha-Managers selbst. Detailliert listet er in dem auf der Hertha-Homepage veröffentlichten Schreiben sämtliche Handlungen von Michael Preetz am vergangenen Wochenende auf und dokumentiert außerdem alle Aktivitäten auf der Hertha-Pressestelle.

Das Ergebnis liest sich wie ein Logbuch voll von Banalitäten:

"9:00: Michael Preetz trifft in der Teamkabine auf dem Hertha-Gelände ein. --- 10:00: Gemeinsame Teamsitzung --- 10:15: Waldlauf gemeinsam mit Team [...]"

Und weiter: "11.55: Journalisten-Anruf durch Kicker-Reporter Steffen Rohr beim Geschäftsführer Sport, es folgte ein ca. 15 Minuten Telefongespräch mit Michael Preetz. [...] --- 15:48: Tagesspiegel-Anruf von Michael Rosentritt beim Pressesprecher, Rückruf des Pressesprechers und Beantwortung der Fragen des Tagesspiegels um 15:52."

Dem von zahlreichen Zeitungen verbreiteten Eindruck, Preetz rede nicht mehr mit den Medien sondern nur noch mit sich selbst, soll scheinbar mit aller Macht entgegengewirkt werden. Ob die Hertha-Verantwortlichen mit dieser Mitteilung den Schaden in ihrer Außendarstellung reparieren können oder sich viel mehr ein weiteres Eigentor geschossen haben, bleibt fraglich.

Die komplette Stellungnahme von Hertha-Pressesprecher Peter Bohmbach finden Sie hier.

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