• REAKTIONEN AUF DIE DFL-ENTSCHEIDUNG: „Der Boykott eines Spieltags ist eine Option“

REAKTIONEN AUF DIE DFL-ENTSCHEIDUNG : „Der Boykott eines Spieltags ist eine Option“

Wolfgang Niersbach (DFB-Präsident):

„Dass die deutliche Mehrheit der Lizenzvereine Geschlossenheit demonstriert und für das Sicherheitskonzept gestimmt hat, ist ein wichtiges Zeichen für den gesamten Fußball und die überwältigende Mehrheit der friedlichen Fans in Deutschland. Wir brauchen den Dialog zwischen allen Beteiligten, aber auch einheitliche Leitplanken, an denen sich alle orientieren können.“

Philipp Markhardt (Sprecher der Protestaktion „12:12“): „Das Ergebnis ist sehr unschön. Ich gehe davon aus, dass es neue Proteste geben wird. Das wurde auch am Mittwoch in Frankfurt vor Ort schon diskutiert. Neue Stimmungsboykotte oder andere Aktionen könnten sich bis in den März hineinziehen. Auch der Boykott eines kompletten Spieltags ist eine Option. Wenn die DFL sagt, nach uns die Sintflut, wäre das das komplett falsche Zeichen.“

Lorenz Caffier (Vorsitzender Innenministerkonferenz): „Ich begrüße es ausdrücklich, dass die Mitglieder der DFL ihrem Vorstand im demokratischen Abstimmungsverfahren grundsätzlich gefolgt sind. Für den einen oder anderen war das Abstimmungsergebnis sicher ein Sprung über den eigenen Schatten. Auf der Grundlage der heutigen Ergebnisse stehen wir zum Dialog mit der DFL bereit.“

Markus Ulbig (Innenminister Sachsen): „Der Prozess muss weitergehen. Es muss einen klaren Konsens gegen Gewalt und den gefährlichen Einsatz von Pyrotechnik geben.“

Viola von Cramon (Sportpolitische Sprecherin der Grünen): „Es geht auf den Druck von einigen sich im Wahlkampf befindenden Innenministern zurück. Bei genauer Betrachtung sieht man das den gefundenen Maßnahmen auch an – das Papier entpuppt sich in den entscheidenden Punkten als Nullnummer.“ Tsp

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