Sport : Real Madrid hat Interesse an Birgit Prinz

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Berlin – Real Madrid zeigt Interesse an der dreifachen Weltfußballerin des Jahres Birgit Prinz vom 1. FFC Frankfurt – und der Verein freut sich. „Das ist ein großartiges Signal für den Frauenfußball, wenn die großen Vereine sich im Frauenfußball engagieren“, sagte Siegfried Dietrich, Manager vom 1. FFC Frankfurt und Berater von Birgit Prinz, auf Nachfrage. Ein Wechsel von Prinz nach Spanien sei jedoch kein Thema. Real Madrid hat noch keine Frauenfußball-Abteilung, sondern plant nur eine.

Der Verein muss erst Strukturen schaffen und entsprechende Lizenzen erhalten. In der Regel fangen neue Klubs in der untersten Spielklasse an. „Gut möglich, dass Birgit Prinz als aktive Spielerin nicht mehr erlebt, dass Real Madrid im Uefa-Cup spielt“, sagt Dietrich. Er begrüßt es, dass sich immer mehr große Vereine im Frauenfußball engagieren. Nach Ansicht von Dietrich profitieren alle Klubs, wenn der Markt attraktiver wird: „Die neuen Vereine bringen auch neue Sponsoren in den Sport.“ Auf der sportlichen Seite sei die Nachfrage nach Frauenfußball heute schon enorm. Die Vereine haben Zuwachsraten bei den Mitgliedern von 20 bis 30 Prozent – sie seien höher als bei den Männern.

Ein massives Abwerben fürchtet Dietrich nicht. Die deutschen Top-Spielerinnen verdienen nicht zuletzt durch private Sponsorengelder. Diese Einnahmen fallen im Ausland zunächst weg. In den USA, einem traditionellen Frauenfußballland, verdienen deutsche Spielerinnen oft weniger als hierzulande. Zudem wird ein vermeintlicher Nachteil zum Vorteil: Auf Grund der fehlenden Profistrukturen sind die Spielerinnen weniger wechselwillig. Das Leben neben dem Platz ist vielfach wichtiger. Birgit Prinz studiert Psychologie. st

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