Sport : Real Madrid: Real ruft die Woche der Wahrheit aus

Erst in der Champions League gewinnen, dann den Weltpokal holen: Real Madrid hat die Woche der Wahrheit ausgerufen. Während sich der Titelverteidiger heute in der Gruppe D mit Leeds United auseinandersetzen muss, tritt Lazio Rom beim RSC Anderlecht an. Arsenal London hofft derweil in der Gruppe C, in der auch Bayern München antritt, trotz erheblicher Verletzungssorgen auf einen Sieg gegen Spartak Moskau.

Den Gewinn des Weltpokals will Real am kommenden Dienstag mit einem Sieg über Boca Juniors Buenos Aires in Tokio perfekt machen, davor soll aber der Grundstein für einen erneuten Erfolg in der Champions League gelegt werden. "Real Madrid ist ein Verein, der vom Anspruch her um alle vier Titel kämpfen muss. Das sind wir unseren Fans schuldig", sagte Superstar Luis Figo vor der Partie in Leeds, äußerte aber gleichzeitig Respekt vor dem Gegner: "Real-Spiele in England sind immer ein Höhepunkt für den Fußball. Die Zuschauer im Stadion an der Elland Road sind fantastisch, sie sind der zwölfte Mann für Leeds."

Die Aussichten der Madrilenen sind aber dennoch keinesfalls schlecht. Keine Personalsorgen, am Wochenende in der Meisterschaft gegen Favoritenschreck FC Villarreal mit 1:0 erfolgreich - bis auf die seit Saisonbeginn andauernden Probleme im defensiven Mittelfeld kann Real zuversichtlich in die Partie gehen. Zumal die Mannschaft auch in der vergangenen Saison mit ihrem Sieg im Viertelfinal-Triumph über Manchester United gute Erfahrungen mit einem englischen Klub gemacht hat.

Ganz anders ist dagegen die Situation beim FC Arsenal. Die Londoner müssen in Moskau auf mehrere Leistungsträger verzichten - darunter Torwart David Seaman und der Niederländer Dennis Bergkamp, der wegen seiner Flugangst die Reise in die russiche Hauptstadt nicht antrat. Nachdem Arsenal in der Champions League zuletzt 0:3 gegen Schachtjor Donezk verlor und in der Premier League beim 0:0 gegen Schlusslicht Derby County und dem 0:2 gegen den FC Everton enttäuschte, steht das Team von Trainer Arsene Wenger unter erheblichem Druck. Spartak geht dagegen nach dem gerade errungenen fünften Meistertitel gelassen in die Zwischenrunde.

Gereizt ist die Stimmung indes bei Lazio Rom vor dem Gastspiel beim RSC Anderlecht. "Die Mannschaft gibt sich einfach zu schnell zufrieden", schimpfte Präsident Sergio Cragnotti nach dem 1:1 gegen den AC Mailand am Wochenende. In der Seria A befinden sich die Römer derzeit nur auf Rang vier, und auch der angekündigte Wechsel von Trainer Sven-Göran Eriksson zur englischen Nationalmannschaft im Sommer hat das Betriebsklima bei Lazio auch nicht gerade vebessert.

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