Sport : Rebellen im Olympiakader

Auch Lehmann, Becke und Siedler erfüllen Norm für Athen

-

Berlin (Tsp). Freunde sind sie weiterhin nicht, doch sie haben etwas gemeinsam: Sie alle haben sich einen Platz im Kader für die Weltmeisterschaft im Mai in Melbourne und für die Olympischen Spiele in Athen erkämpft. Beim ersten Sichtungsrennen der deutschen BahnradVerfolger in Frankfurt an der Oder setzten sich unter den 26 Fahrern sowohl die „Rebellen“ Daniel Becke (Erfurt), Jens Lehmann (Leipzig) und Sebastian Siedler (Gera) als auch die Mitfavoriten Robert Bartko und Guido Fulst aus Berlin durch. Becke, Lehmann und Siedler hatten sich im Vorjahr bei der Weltmeisterschaft in Stuttgart geweigert, mit Bartko und Fulst im Vierer zu fahren und damit einen Skandal produziert. Sie waren vom Bund Deutscher Radfahrer (BDR) gesperrt worden. Die Sperre wurde später aufgehoben.

Wer in Athen starten darf, ist jedoch noch völlig offen. Jeder Aktive muss auch seine „Teamfähigkeit“ nachweisen. „Die sportliche Frage ist geklärt, die Komponente Moral noch nicht“, erklärte die BDR-Präsidentin Sylvia Schenk. Becke war in Frankfurt (Oder) Schnellster vor dem Doppel-Olympiasieger Bartko. Lehmann wurde Vierter vor Fulst und Robert Bengsch (ebenfalls Berlin) sowie Siedler. Der Erfurter Christian Bach, der auch zu den Rebellen gehörte, scheiterte als Elfter.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben