Sport : Rechnen leicht gemacht

Alba muss heute gegen Braunschweig gewinnen, um mindestens auf Platz zwei zu landen

Benedikt Voigt

Berlin. Eigentlich ist es eine komplizierte Rechnung: Vier Vereine kämpfen zwei Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde um den ersten Platz in der Basketball-Bundesliga, und es ist nicht einfach, alle möglichen Endstände herauszufinden. Neben dem aktuellen Punktestand gilt es, das Restprogramm zu berücksichtigen und die direkten Vergleiche. Womöglich könnte es sogar zu drei punktgleichen Teams kommen. Doch Emir Mutapcic sagt: „Damit beschäftige ich mich gar nicht.“

Der Trainer des Tabellenführers Alba Berlin macht vor dem heutigen Bundesligaspiel gegen Braunschweig (19.30 Uhr, Max-Schmeling-Halle, live in TV Berlin) eine einfachere Rechnung auf: „Wir gewinnen heute, dann sind wir mindestens Zweiter.“ Seine Mannschaft wäre nur noch in einem Fall vom ersten Platz zu verdrängen: wenn die Telekom Baskets Bonn in Bamberg und gegen den Mitteldeutschen BC gewinnen. Der erste Platz garantiert in den Play-offs bis zum Finale den Heimvorteil. Welcher wichtig wäre für Alba Berlin, das auswärts bereits sieben Niederlagen hinnehmen musste.

Auf Mutapcics Mannschaft wartet nun bis zum Beginn der Play-offs am 29. April eine längere Spielpause. Am letzten Spieltag ist Alba spielfrei, weil Hagen sein Team bereits zurückziehen musste. „Die Pause hat zwei Seiten“, sagt Mutapcic. Einerseits komme sein Team aus dem Spielrhythmus. „Andererseits können wir richtig trainieren.“ Bereits am kommenden Wochenende reist sein Team nach Bad Saarow in ein viertägiges Trainingslager. Am 23. und 24. April trägt Alba jeweils in Berlin ein Trainingsspiel ohne Zuschauer gegen Bonn aus. „Es war sehr schwer, einen Gegner zu finden“, sagt Mutapcic. Zum einen suchte Alba einen starken Sparringspartner, zum anderen durfte es kein Klub sein, auf den man bereits im Viertelfinale stoßen könnte. So treffen sich demnächst zwei Teams, die sich einige Wochen später im Bundesliga-Finale wiedersehen könnten. „Hoffentlich“, sagt Mutapcic.

Zuvor steht aber noch das Spiel gegen Braunschweig an, in dem Mutapcic wieder auf Guido Grünheid zurückgreifen kann. DeJuan Collins plagen Adduktorenschmerzen. Für den Gegner geht es um nichts mehr, trotzdem warnt Mutapcic vor einer Niederlage. „Braunschweig will sich mit einem Sieg verabschieden.“ Außerdem würde es seine Rechnung unnötig komplizieren.

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