Rechtsstreit beendet : Leverkusen und Nowotny einigen sich

Bayer 04 Leverkusen und Abwehrspieler Jens Nowotny haben ihren monatelangen Streit beigelegt. Der 31-Jährige darf nun wieder für Bayer aufs Feld; Geld sei aber nicht geflossen, hieß es in Leverkusen.

Leverkusen - Fußball-Bundesligist Bayer 04 Leverkusen und sein Profi Jens Nowotny haben am Freitag ihren monatelangen Rechtsstreit außergerichtlich beendet. Der Abwehrspieler, der seit dem 4. Oktober wegen der juristischen Auseinandersetzung vereinsintern gesperrt war, darf ab sofort wieder eingesetzt werden. Im Gegenzug stellen Nowotny und seine Beraterfirma GTS alle derzeit noch laufenden gerichtlichen Verfahren gegen den Club ein. Darauf einigten sich Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser und die Anwälte Nowotnys.

Nowotny hatte auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall nach sechs Wochen geklagt. Außerdem strebten der 31-Jährige und seine Beraterfirma ein Verfahren gegen Bayer 04 wegen der Versteuerung des Handgelds für Nowotny bei der Vertragsverlängerung 2002 an.

«Mein Ziel war es, endlich wieder für Bayer 04 Leverkusen spielen zu können. Deshalb war ich auch bereit, die gerichtlichen Auseinandersetzungen zu beenden», sagte der ehemalige Nationalspieler. Zuletzt durfte Nowotny nur am Training teilnehmen. Er sei von sofort an wieder für Bayer 04 einsetzbar, teilte der Verein mit.

«Wir sind froh, dass dieses Thema endlich vom Tisch ist und Jens Nowotny wieder für uns in der Rückrunde in der Bundesliga spielen kann», sagte Holzhäuser. Der Bayer-Geschäftsführer betonte dabei mit Nachdruck, «dass keine finanziellen Leistungen von uns gegen die Rücknahme der beiden Klagen erfolgt sind». Ob der bis 2008 vereinbarte Vertrag mit Nowotny vorzeitig gelöst werde, wollte Holzhäuser auf dpa-Anfrage nicht kommentieren: «Das ist schon spekuliert worden, aber an Spekulationen werden wir uns nicht beteiligen.»

Es sei «kein Vertrauensverhältnis» zwischen Bayer 04 und Nowotny mehr vorhanden, daher bestehe für die Zukunft keine «gemeinsame Basis», hatte der Club die Ausgrenzung des 45-maligen Nationalspielers Anfang Oktober begründet. Eine weitere Zusammenarbeit sei nicht möglich.

Jetzt kann Nowotny, der 2002 mit Deutschland WM-Zweiter wurde und mit Bayer 04 ins Champions-League-Finale vorstieß, wieder in der Mannschaft von Leverkusens Trainer Michael Skibbe eingesetzt werden. Schon beim Rückrundenauftakt am 28. Januar 2006 gegen Eintracht Frankfurt könnte Nowotny nach bislang 320 Erstliga-Einsätzen für den Karlsruher SC und Bayer (seit 1996) sein Comeback feiern. (tso/dpa)

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