Sport : Referees for Peace

Benedikt Voigt

begrüßt die Sperre für Chelseas Trainer José Mourinho José Mourinho kann sich demnächst erneut seiner PR-Kampagne in eigener Sache widmen. Bei einer Israelreise trug der Trainer des FC Chelsea jüngst ein T-Shirt mit der Aufschrift „Coach for Peace“, Trainer für den Frieden. Falls er es wirklich ernst meint mit seiner neuen Aufgabe, kann er sich am kommenden Mittwoch im Stadion an der Stamford Bridge zu den Bayernfans stellen und die deutsch-englischen Beziehungen verbessern. Zeit dazu hätte er.

Trainer José Mourinho ist vom europäischen Fußballverband Uefa für die Viertelfinalspiele der Champions League gegen den FC Bayern gesperrt worden. Er habe den Fußball in Verruf gebracht, erklärte die Uefa-Disziplinarkommission. Mourinho hatte mit der Behauptung, Barcelonas Trainer Frank Rijkaard sei in der Halbzeitpause in der Kabine von Schiedsrichter Anders Frisk gewesen, eine tragische Kettenreaktion ausgelöst: Englische Fans bedrohten den Unparteiischen und seine Familie mit Mord, Frisk beendete daraufhin seine Karriere. Die Entscheidung der Uefa sprichte nun eine klare Sprache: Sie hilft den Schiedsrichtern.

Die Strafe bedeutet, dass sich Trainer genau überlegen sollten, was sie nach einem Spiel über Schiedsrichter sagen. Es könnte unerwünschte Folgen haben. Die Strafe zeigt, dass die Unparteiischen gerade in den Tagen des Schiedsrichterskandals Unterstützung benötigen – und bekommen. Sie sind es schließlich, die versuchen, Streitfälle auf dem Platz zu lösen. Pathetisch könnte man sagen, Schiedsrichter sorgen für Frieden. Was übrigens auch ein gutes Motto für Mourinhos nächstes T-Shirt wäre: „Referees for Peace.“ Es reimt sich sogar.

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