Sport : Relativität in Schwarz und Gelb

BVB feiert Metzelder und fühlt mit Koller

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Dortmund Nach fast zwei Jahren Nationalmannschafts-Pause hat sich Christoph Metzelder mit seinem ersten Tor überhaupt für Borussia Dortmund noch rechtzeitig zur WM-Vorbereitung zurückgemeldet. Die Tage seines Teamkollegen Jan Koller bei Borussia Dortmund sind dagegen früher als erwartet gezählt. Der tschechische Nationalspieler erlitt am Samstag beim 1:1 in Mainz einen Riss des hinteren Kreuzbandes im linken Knie, wie eine Kernspintomographie am Sonntag bestätigte. Der 32-Jährige wird mindestens sechs Monate ausfallen.

„Das war vielleicht mein letztes Spiel für Dortmund“, sagte der Stürmer, der 2001 zum BVB gekommen war, 135 Bundesliga-Partien absolvierte und den Verein nach dem Saisonende verlassen will. „Das ist eine unglaubliche Enttäuschung. Es ist tragisch, auch weil mir die Stürmer ausgehen“, sagte Trainer Bert van Marwijk mit belegter Stimme: „Wir sind alle sehr traurig.“

Dass sein vielleicht letzter Auftritt für die Borussia nach einem Zweikampf mit Manuel Friedrich nicht mit einer Niederlage endete, lag an Metzelder, der Sekunden vorm Abpfiff traf. Der Ausgleich durch seinen 17-Meter- Drehschuss kam spät, war aber verdient. „Das war wichtig. Wir haben einen Punkt gerettet“, sagte der umjubelte Torschütze, der erzählte, dass er in Kontakt mit Bundestrainer Jürgen Klinsmann stehe. Assistenzcoach Joachim Löw kündigte an, dass der Dortmunder am 4. Oktober mit rund dreißig anderen WM-Kandidaten zum Formcheck nach Hamburg eingeladen werden soll. „Metzelder wird wohl schon beim Leistungstest dabei sein“, sagte Löw, „wir hoffen bei ihm noch auf eine Leistungs-Explosion.“

„Es ist wichtig für mich, den nächsten Schritt zu machen. Es geht darum, wie der aussieht“, sagte Metzelder. Zuletzt hatte er am 12. Februar 2003 beim 1:3 in Spanien in der Nationalmannschaft gespielt. Danach musste er wegen einer Achillessehnenverletzung und zwei Operationen 626 Tage pausieren. Sein Comeback feierte er bei Borussia Dortmund am 7. Dezember 2004.

Gegen die Mainzer offenbarte der 24-Jährige in der Innenverteidigung Schwächen. „Er hat mir selbst gesagt, diesmal sei er der bessere Stürmer gewesen“, sagte Bert van Marwijk, nachdem sein Manndecker den Mainzer Mohamed Zidan hatte nicht in den Griff bekommen können. dpa

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