Relegations-Hinspiel : Hansa Rostock droht der Abstieg in die Drittklassigkeit

Nur ein Jahr nach dem Abstieg darf der FC Ingolstadt auf eine schnelle Rückkehr in die 2. Fußball-Bundesliga hoffen. Gegner Hansa Rostock muss nach der Niederlage im ersten Relegationsspiel den Abstieg fürchten.

Andreas Buchner (mi.) von Ingolstadt will sich gegen Helgi Valur Danielsson (li.) und Kevin Schlitte durchsetzen. Foto: dpa
Andreas Buchner (mi.) von Ingolstadt will sich gegen Helgi Valur Danielsson (li.) und Kevin Schlitte durchsetzen.Foto: dpa

Der Drittligaclub aus Oberbayern gewann am Freitagabend das Relegations-Hinspiel gegen Hansa Rostock mit 1:0 (0:0) und hat den Aufstieg dadurch fest ins Visier genommen. Im Rückspiel am kommenden Montag (20.30 Uhr/NDR & BR) reicht Ingolstadt nun ein Remis. Den Hanseaten droht dagegen 19 Jahre nach dem Gewinn der letzten DDR- Meisterschaft der erstmalige Gang in die Drittklassigkeit. Vor 7538 Zuschauern erzielte Steffen Wohlfarth (73. Minute) das wichtige Tor.

In einer Partie ohne viele Höhepunkte mussten die Hanseaten auch ohne eigene Fans bei ihrem „Auswärtsspiel des Jahres“ auskommen, nachdem Zuschauer-Ausschreitungen das Rostocker Zweitliga-Finale in Düsseldorf überschattet hatten. Vor leerem Gästeblock und nur vereinzelten Sympathisanten im altehrwürdigen Ingolstädter Stadion begann der Zweitliga-16. unerwartet verhalten und kam nach nur einem Sieg aus den jüngsten fünf Punktspielen auch beim Drittligaclub anfangs kaum einmal gefährlich in den gegnerischen Strafraum.

Ingolstadt übernahm rasch die Initiative, die mit 72 Treffern beste Drittliga-Offensive tat sich im Abschluss aber ebenfalls schwer. Nach einer Ecke von Ralf Keidel vergab der in dieser Saison bereits 21-mal erfolgreiche Torjäger Moritz Hartmann (17.) die beste Möglichkeit im ersten Abschnitt. Die flinken Außen Andreas Buchner und Moise Bambara rissen immer wieder Löcher in die Viererkette der Hanseaten, die bis auf zwei Warnschüsse von Kevin Schlitte (11.) und Helgi Danielsson (14.) nichts zustande brachten.

Ein Interview-Verbot hatte Rostocks Trainer Marco Kostmann seinen Profis vor dem Spiel auferlegt - doch die rechte Zielstrebigkeit ließen die Gäste trotz aller Maßnahmen vermissen. Dafür sicherten sich Mittelfeldspieler Schlitte und Innenverteidiger Kai Bülow schon in der Anfangsphase zwei Akteure einen freien Montag. Beide sahen ihre fünfte Gelbe Karte der Saison und fehlen im Rückspiel.

Wesentlich druckvoller kamen die Gäste dann nach der Pause aus der Kabine und erspielten sich gegen zunehmend aufrückende Oberbayern wenige gute Möglichkeiten heraus. Fin Bartels (56.) vergab leichtfertig aus halbrechter Position, Kapitän Tim Sebastians Versuch nur eine Minute später geblockt. Treffsicherer zeigte sich auf der Gegenseite Ingolstadts Steffen Wohlfarth, der den Ball nach einer Ecke zum 1:0 über die Linie wurschtelte. Kurz darauf scheiterte Fabian Gerber am reaktionsschnellen Torwart Alexander Walke. (dpa)

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