Relegationsspiel im Davis-Cup : Im Dampfbad der Karibik

Das deutsche Davis-Cup-Team hat am Wochenende ein schweres Auswärtsspiel in der Dominikanischen Republik um den Verbleib in der Weltgruppe.

Philipp Kohlschreiber (r.) und Teamkapitän Michael Kohlmann auf der Pressekonferenz vor dem Davis-Cup-Spiel gegen die Dominikanischen Republik.
Philipp Kohlschreiber (r.) und Teamkapitän Michael Kohlmann auf der Pressekonferenz vor dem Davis-Cup-Spiel gegen die...Foto: dpa

Heiß wird es in der Dominikanischen Republik auf jeden Fall für das deutsche Davis-Cup-Team. Ins Schwitzen kommen wollen die deutschen Tennisspieler beim Relegationsspiel aber nicht mehr als ohnehin schon nötig. Vor der Partie um den Verbleib in der Weltgruppe hat Kapitän Michael Kohlmann gefordert, dass sich seine Schützlinge in der Hauptstadt Santo Domingo von Freitag bis Sonntag behaupten müssen, egal unter welchen Umständen. „Wir müssen gegen die Dominikanische Republik gewinnen, um nächstes Jahr in der Weltgruppe zu spielen – das ist Pflicht“, sagte auch der einstige deutsche Kapitän und jetzige Berater Niki Pilic. Der letzte deutsche Abstieg liegt zwölf Jahre zurück.

Schlimmer als die Temperaturen von mindestens 30 Grad wird dabei die extrem hohe Luftfeuchtigkeit. Von einem Dampfbad sprach Mannschaftsarzt Tim Kinateder. Ein flotter Spaziergang genüge, um verschwitzt zu sein. Ein Spaziergang wird die Partie im Centro National de Tenis im Parque Del Este auf keinen Fall. „Das wird nicht so einfach, wie viele vielleicht denken“, sagte Pilic mit Blick auf das Klima, das euphorische Publikum und Spitzenspieler Victor Estrella Burgos. Der 35-Jährige hat als Weltranglisten-57. nur den auf Rang 34 platzierten Philipp Kohlschreiber vor sich und soll die ansonsten klar schwächer besetzten Gastgeber erstmals in die internationale Erstklassigkeit führen.

Pilic favorisiert Kohlschreiber und Philipp Petzschner als Doppel. Dustin Brown beherrscht ebenso beide Disziplinen wie Benjamin Becker, der für den erkrankten Alexander Zverev in das Team rutschte. Debütant Brown dürfte allerdings die besseren Chancen auf den zweiten Einzelplatz am Freitag haben als Routinier Becker. Der 30-Jährige mit den jamaikanischen Wurzeln war schon bei der Nominierung Kohlmanns erste Wahl. (dpa)

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