René Adler : Schmerzen in allen Lebenslagen

Nach dem Rippenbruch von René Adler diskutieren Experten darüber, wie lange der Torhüter ausfallen könnte. Für Bundestrainer Joachim Löw könnte die Verletzung schlimmstenfalls eine Verlängerung der Torwart-Diskussion bedeuten.

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René Adler
René AdlerFoto: dpa

Leverkusen - In diesen Tagen kommt bei Bayer 04 Leverkusen viel Pech zusammen. Erst bringt sich die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes mit schlechten Ergebnissen um die gute Ausgangsposition im Kampf um die Champions-League-Qualifikation. Nun muss das Team auch erst einmal auf René Adler verzichten. Der Torhüter hatte sich beim Bundesligaspiel gegen den VfB Stuttgart einen Rippenbruch zugezogen. Die Prognosen seien gut, der Heilungsverlauf stimme die Ärzte optimistisch, gab der Verein am Mittwoch bekannt.

Das Problem bei dieser Verletzung ist aber, dass ein Bruch in der Rippengegend, anders als an anderen Körperstellen, nicht mit einem Gips ruhig gestellt werden kann, da sonst die Atmung behindert wäre. So ist eine Behandlung nur mit Schmerzmitteln möglich. Experten sagen, dass bereits eine starke Prellung oder auch eine nur angeknackste Rippe einen Ausfall von mindestens drei Wochen nach sich zieht und der Patient in so gut wie allen Lebenslagen und nahezu pausenlos mit Schmerzen daran erinnert wird. „Nach Rücksprache mit den Ärzten bin ich vorsichtig optimistisch“, sagt René Adler.

Für ihn ist die Zwangspause besonders ungünstig. Zum einen dürfte er kaum noch Möglichkeiten haben, Einfluss auf den Saisonausgang seines Vereins zu nehmen. Zum anderen könnte seine Teilnahme an der WM in Südafrika in Gefahr geraten. „Wir werden jetzt erstmal die weiteren medizinischen Untersuchungen und die aktuelle Entwicklung abwarten“, sagte Bundestrainer Joachim Löw nach einem Telefonat mit Adler. In Leverkusen will man von einem vorzeitigen Saisonende Adlers noch nichts wissen. „Torhüter sind meist dann richtig gut, wenn sie ein kleines Wehwehchen haben. Das ist bei René Adler nicht anders. Er ist ein Typ, der sich durchbeißt“, sagt Trainer Jupp Heynckes. „Wir hoffen auf seinen Einsatz im Saisonfinale.“ In der Nationalelf könnte Adler das nächste Mal am 13. Mai eingesetzt werden, wenn die DFB-Elf in Aachen gegen Malta antritt. Heynckes ist sich sicher, dass Adler bis dahin wieder spielfähig sein wird: „Wir sind da sehr zuversichtlich und sehen die WM nicht in Gefahr.“

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