Sport : Rennbahn Hoppegarten: Pferdebesitzer stehen bereit

Die Vereinigung der deutschen Pferde-Besitzer wäre sofort bereit, für den finanziell angeschlagenen Union Klub als Veranstalter der Rennsaison in Hoppegarten einzuspringen. Das sagte Präsident Karl-Dieter Ellerbracke der "Märkischen Oderzeitung". Allerdings werde seine Besitzervereinigung nicht als Konkurrenz zum Union Klub auftreten.

"Hoppegarten ist das, was man ein Oberzentrum nennen kann für den Pferdesport in den neuen Ländern", erklärte Ellerbracke. Lediglich sechs oder sieben Renntage im Jahr wären daher zu wenig. "Es müssen 16 bis 17 sein." Jeder Renntag, der zusätzlich ins Programm aufgenommen werden könne, sei besser. Ein Sparprogramm, so wie er vom Union Klub für diese nun am 6. Mai beginnende Saison ganz offensichtlich vorgesehen ist, sei dagegen auf keinen Fall akzeptabel.

Die Besitzervereinigung hat etwa 1000 Mitglieder und deckt 85 Prozent des gesamten Pferdebestandes in Deutschland ab. "Wir würden die diesjährige Rennsaison absichern", sagte Ellerbracke und bestätigte ein Versprechen, das die zwölf in Hoppegarten ansässigen Trainer schon zuvor öffentlich gemacht hatten. Der Union Klub müsse allerdings den ersten Schritt tun und auf die Besitzervereinigung zugehen.

Dem Union Klub wirft Ellerbracke, der seit zehn Jahren Pferde in Hoppegarten trainieren lässt, vor allem ein Versagen in der Sponsoren-Betreuung vor. Dieses für die Bahn lebenswichtige Aufkommen sei von anfangs 3,4 Millionen Mark auf derzeit nur noch 175 000 Mark gesunken. Diese Summe betrachten auch andere Fachleute als viel zu gering, um Hoppegarten eine weitere Existenz garantieren zu können. "Man muss die Bahn so gestalten, dass es nicht ein Bettelgang ist, wenn man zu den Sponsoren geht", forderte Ellerbracke in dem Zeitungsinterview.

Die rosigen Aussichten durch einen ins Gespräch gebrachten HorsePark teilt er nicht. "Soweit ich weiß, kommen die meisten Investoren nicht aus dem Pferdesport. Warum also sollten sie jedes Jahr Geld in die Rennbahn pumpen?" Ellerbracke teilte die Meinung, die Macher des Freizeitparks wollten auf diese Weise nur an den Pachtvertrag des Union Klubs für die Rennbahn kommen.

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