Sport : Reparatur im Carl-Benz-Stadion Union siegt 2:1 in Mannheim

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Mannheim. Im Programmheft des SV Waldhof Mannheim war dem Gegner schon mal ein neuer Trainer angedichtet worden. Unter einer seltsamen Fotomontage, die die Mannschaft des 1. FC Union vor dem Stadtschloss zeigt, war als Cheftrainer Stefan Kuntz aufgeführt. Doch gemach: Georgi Wassilew trägt weiter die Verantwortung bei den Köpenickern - erst recht, nachdem seine Elf gestern Abend vor 6000 Zuschauern beim SV Waldhof mit einem 2:1 (1:1)-Sieg den Fehlstart in die Saison reparierte. Am ersten Spieltag hatte Union gegen Mainz 0:2 verloren. Den Mannheimer Programmmachern war bei der Bildunterschrift im Heftchen zum Spiel ein kleiner Irrtum unterlaufen: Sie hatten einfach zum Foto des gestrigen Gegners die Aufstellung des Karlsruher SC abgedruckt.

Union ging im Carl-Benz-Stadion mit viel Engagement zu Werke. Der frühe Rückstand durch Daniel Camus (6.) stachelte die Gäste eher noch an. Salif Keita, der ebenso wie Michael Molata und Steffen Baumgart diesmal von Anfang an dabei war, schaffte kurz vor der Pause den verdienten Ausgleich. Beide Mannschaften konzentrierten sich auf die Vorwärtsbewegung, Abwehrarbeit wurde dabei mitunter etwas lax gehandhabt.

Dadurch erlebten die Zuschauer reichlich Torchancen, aber auch gekonnte Torwartparaden. Sven Beuckert, Unions Nummer eins, vollbrachte sein bestes Werk, als er nach einer guten halben Stunde dem frei vor ihm auftauchenden Oliver Otto geschickt den Ball abluchste - es wäre das 0:2 gewesen, gewiss eine Vorentscheidung.

Keitas Tor indes befreite Union von aller Anspannung. Die Köpenicker kombinierten nach der Pause sicherer. Sreto Ristic schaffte das 2:1 (60.), und Mannheims Publikum tat singend seine Meinung kund: „Wir haben die Schnauze voll.“ Die danach einsetzenden Bemühungen der Gastgeber, wenigstens noch einen Punkt zu retten, ließen sich mit zwei Worten zusammenfassen: hektisch und hilflos. Karsten Doneck

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