Sport : Respekt für Gießen, bitte

Alba Berlin siegt 85:64, spielt aber unkonzentriert

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Berlin - Am Ende war es vielleicht einen Tick zu euphorisch. „Wir haben super gespielt“, sagte Heiko Schaffartzik. Doch Alba Berlin hatte vor 13 232 Zuschauern gegen die Gießen46ers mehr Mühe, als es der 85:64 (38:35)-Heimsieg am Ende aussagte. Mit seinen übrigen Einschätzungen traf es der Spielmacher schon eher: Bryce Taylor, mit 21 Punkten erneut Topscorer, spiele derzeit „einfach überragend“. Aber: „In der ersten Halbzeit haben wir uns schwer getan.“

In der Tat: Die Berliner Basketballer begannen unkonzentriert, schienen den Tabellen-15. aus Gießen zu unterschätzen. Dabei hatte der Trainerstab in der Kabine doch als Leitsatz an die Wand geschrieben: „Respektiert die Qualitäten von Gießen.“ Es nützte nichts. 0:9 stand es so nach zwei Minuten, Trainer Muli Katzurin nahm eine Auszeit. Alba agierte nun bissiger, 20:3 Punkte erzielten die Berliner insgesamt nach dem Fehlstart und führten 20:12. Es hätte fortan ein ruhiger Abend werden können, doch Gießen antwortete viertelübergreifend mit 15:6 Punkten. Nachdem Ryan Brooks Haken schlagend wie ein Hase zum Korb kam, führten die Gäste gar 27:26. Doch nach dem 28:29-Rückstand kamen die Berliner auf Touren. Als Taylor den Ball im Gießener Spielaufbau abfing, spurtete er zum Korb und warf einen fragenden Blick zum mitlaufenden Julius Jenkins: „Darf ich?“ Er durfte und dunkte den Ball beidhändig zur 36:31-Führung.

Die Hessen kamen aber wieder heran, zur Halbzeit führte das Heimteam knapp mit drei Punkten, 38:35. Alba wirkte fahrig, gegen ein stärkeres Team hätten die Berliner sicher zurück gelegen. Doch gegen Gießen gab es nochmal einen Rückstand, 40:38 gingen die Hessen nach der Pause in Führung. Alba biss sich wieder ins Spiel, verteidigte intensiver, sage und schreibe 23 Ballverluste provozierten die Berliner am Ende bei den Gießenern. Mit 13:0 Punkten spurtete Alba bis ins Schlussviertel, führte mit 20 Punkten, 71:51. Mit fünf Dreiern in Folge setzte sich Alba ab, bei 24 Punkten Vorsprung klatschten sich die Spielern schon gegenseitig ab. Dominik Bardow

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