Sport : Respekt verschafft

Fußball-Frauen gewinnen erstes WM-Spiel 4:1 gegen Kanada

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Columbus (Tsp). Es fing nicht gut an. Die deutschen FußballFrauen hatten im WM-Auftaktspiel gegen Kanada den Ball kaum berührt, da lag er schon im Tor – im deutschen Tor. Am Ende aber waren die Spielerinnen vielleicht ganz froh über diesen Rückschlag gleich zu Beginn, der sie richtig wach gemacht und motiviert hat, so dass ein letztlich nicht gefährdeter und verdienter 4:1 (1:1)-Sieg heraussprang. Gegen die seit zehn Spielen ungeschlagenen Kanadierinnen präsentierten sich die Deutschen in Columbus/US-Bundesstaat Ohio in bestechender Form. Vor den weiteren Gruppenspielen gegen die vermeintlich schwächeren Mannschaften aus Japan und Argentinien steht der fünfmalige Europameister bereits mit einem Bein im Viertelfinale.

„Wir haben einen wichtigen Grundstein gelegt. Wenn wir in den nächsten beiden Partien so spielen, werden wir Gruppensieger“, lobte DFB-Trainerin Tina Theune-Meyer ihr Team, für das Bettina Wiegmann (39., Handelfmeter), Stefanie Gottschlich (46.), Birgit Prinz (75.) und Kerstin Garefrekes (90.) die Tore erzielten.

Nach dem schnellen 0:1 durch Kanadas Cristine Sinclair, brachte Rekord-Nationalspielerin Wiegmann die deutsche Mannschaft mit einem souverän verwandelten Handelfmeter zurück ins Spiel. Plötzlich gewann das Team auch die vorher verlorenen Zweikämpfe. Vor 10 000 Zuschauern konnten Wiegmann und Steffi Jones (Theune-Meyer: „Sie hat alles abgeräumt“) die erhofften Akzente setzen.

Als Gottschlich mit Wiederanpfiff einen schönen Flugkopfball ins gegnerische Tor setzte, war der Widerstand der Kanadierinnen endgültig gebrochen. Maren Meinert atmete nach dem wichtigen Auftaktsieg gegen den wahrscheinlich stärksten Vorrundengegner durch: „Dass wir schon nach zwei Minuten ein Gegentor kriegen, war ein Schock. Davon mussten wir uns erst erholen. Aber dann haben wir uns selbst aus dem Sumpf gezogen.“ Nicht nur ihr war die Erleichterung anzumerken: „Der Grundstein zum Gruppensieg ist gelegt“, sagte Trainerin Tina Theune-Meyer zufrieden.

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