Sport : Retter der Rennbahn

Michael Auerbach

Nach einem Vierteljahr Pause finden heute in Karlshorst wieder Trabrennen statt. Und zwar unter der Regie des Berliner Trabrenn-Vereins, dessen Mitglieder im Dezember noch mehrheitlich für einen Rückzug des Vereins aus dem Karlshorster Engagement votiert hatten. Nun stehen für dieses Jahr doch wieder 30 Veranstaltungen auf dem Programm, wobei der Mittwoch sich zum festen Termin für Karlshorst entwickeln soll. Es ist seit 1991 der dritte Versuch des ehemaligen Trabrenn-Vereins Mariendorf, in Karlshorst einen Neubeginn zu starten; zwischendurch hatte ein eigenständiger Karlshorster Verein das Unterfangen mit der Insolvenz bezahlt.

Aus einer der vielen Initiativen, die sich im Winter zur Rettung der Rennbahn formierten, ist inzwischen ein weiterer Verein hervorgegangen, der vom BTV ein Kooperationsangebot in Sachen Karlshorst erhielt und seither im BTV-Vorstand mit Sitz und Stimme vertreten ist. Der Wille und auch ein gewisses Maß an politischer Unterstützung, das große Areal an der Wuhlheide für den Pferdesport zu erhalten, ist auf allen Seiten erkennbar - ob das Projekt zweier Trabrennbahnen in einer Stadt finanzierbar ist, bleibt indes unklar, zumal der Trabrennsport in Deutschland von einem Wettumsatztief zum nächsten schliddert. Erst letzten Monat hat der zuvor als Marktführer geltende Verein in Gelsenkirchen nach sinkenden Toto-Einnahmen Insolvenz angemeldet.

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